Butter: Nachfrage leidet unter gestiegenen Preisen

Datum 16.06.2017 | Rubrik: News
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Die Preise für Milcherzeugnisse steigen. Dadurch sank der Absatz über den Lebensmitteleinzelhandel bei fast allen Milcherzeugnissen spürbar. Besonders rückläufig ist der Verkauf von Butter, berichtet die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V.unter Berufung auf AMI.

Aufgrund der seit Mitte des vergangenen Jahres reduzierten Milchanlieferung stiegen die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Kuhmilch in Deutschland im Laufe der zweiten Hälfte von 2016 stark an. Im ersten Quartal stabilisierte sich das Milchgeld bei knapp 33 Cent pro Kilo – 10 Cent mehr als im vergangenen Jahr. Dieser rasante Anstieg hat sich auch auf die Verbraucherpreise für Milchprodukte niedergeschlagen. Im zweiten Halbjahr 2016 kam es zu ersten Anpassungen bei Konsummilch, Käse und Butter. Diese Entwicklungen schreiten derzeit voran. Im Mai legte Trinkmilch weiter zu, allerdings mit 3 Cent pro Liter deutlich moderater als noch im Herbst – damals stiegen die Preise um 10 Cent. Bei Butter nahm die Dynamik hingegen stark zu: In Folge des knappen und sehr festen Fettmarktes erfolgte hier im zweiten Quartal 2017 ein sprunghafter Anstieg der Molke-reiabgabepreise. Dadurch erreichte Formbutter im deutschen Handel ein neues Allzeithoch. In der Summe lagen die Verbraucherpreise damit im Betrachtungszeitraum teils deutlich über denen des Vorjahres.

Die höheren Ladenpreise wirkten zum Jahresbeginn dämpfend auf das Einkaufsverhalten der privaten Haushalte. Im ersten Quartal dieses Jahres waren die Einkaufsmengen nahezu produktübergreifend rückläufig. Lediglich der Käseabsatz wächst trotz Preiserhöhungen weiterhin.

Steigende Preise dämpfen Butternachfrage

Angesichts kräftiger Preisanhebungen verzeichnete Butter den deutlichsten Nachfragerückgang unter den Molkereiprodukten. Hatte im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die Deutsche Markenbutter im März 2016 nur 75 Cent gekostet, zahlten die Verbraucher Anfang 2017 bereits 1,29 EUR.

Positiv entwickelten sich vor allem die Streichmischfette, die häufig auch zu einem Großteil aus Butter bestehen. Der Verbraucher schätzt diese relativ neue Produktkategorie, die für ihn einen Mehrwert bringt und für die er bereit ist, mehr zu bezahlen. Bei einer vergleichsweise moderaten Preisentwicklung konnte dieses erfolgreiche Segment in den ersten vier Monaten des Jahres deshalb noch an Dynamik zulegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Nachfrage der privaten Haushalte um mehr als 20 Prozent.

 



Quelle: LVN
Autor: Sossna
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