Hochland: Verzicht auf Totalherbizide und Plastik auf den Wiesen

Datum 11.07.2018 | Rubrik: News
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Hochland und die Gremien der Milcherzeuger  werden in Zukunft auf den Einsatz von Totalherbiziden auf ihren Acker- und Grünlandflächen komplett verzichten. Dort bauen sie hauptsächlich Futtermittel für den Eigenbedarf der Höfe an. Zu den Totalherbiziden gehört beispielsweise der Wirkstoff Glyphosat. 

Anfang Juli haben Hochland und die Gremien des Ersten Bayerischen Butterwerks sowie der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Pfaffenwinkel im Einvernehmen mit der Bayern Milcherzeugergemeinschaft eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Sie tritt zum  1.1. 2019 in Kraft. Der Beschluss der Milcherzeuger-Gremien fiel einstimmig.

Die Gremien der Allgäuland eG haben der Vereinbarung ebenfalls bereits zugestimmt. Ihre Milcherzeuger werden Hochland ab Januar 2019 beliefern.

Hochland und seine Milchlieferanten gehen mit dem ausdrücklichen Verzicht auf die Wünsche der Verbraucher ein. Denn diese stehen der Verwendung von Totalherbiziden zunehmend kritisch gegenüber.

Plastik und verdorbene Lebensmittelreste gehören in die Mülltonne und nicht auf die Felder. Auch darin sind sich der Käsehersteller und die Milchlieferorganisationen einig. Übereinstimmend haben sie sich daher gegen die Ausbringung von Reststoffen aus Biogasanlagen (Gärsubstrat) ausgesprochen, wenn in den Anlagen Lebensmittelabfälle verarbeitet werden. Denn damit kommt Plastik auf die Felder und kann in winzigen Partikeln in den Futtermittelkreislauf gelangen. Auch dieses Verbot tritt zum 1.1.2019 in Kraft. 

Hochland ist damit das erste große Privatunternehmen in der Milchwirtschaft, das die beiden Themen Totalherbizide und Gärsubstrat in der Milchlieferordnung regelt.Beide Vereinbarungen sind Teil des Qualitätsprogramms „Milch für Hochland“, das das Unternehmen seit mehreren Jahren zusammen mit den Landwirten umsetzt. Alle Milchlieferanten des Werks Schongau – aktuelle und neue – verpflichten sich vertraglich, daran teilzunehmen. 

Das bedeutet unter anderem, sie beteiligen sich am bundesweiten Programm „QM Milch“, produzieren ohne Gentechnik und setzen sich für Nachhaltigkeit ein. 

Den Mehraufwand aus dem Programm „Milch für Hochland“ vergütet Hochland den Landwirten mit einem Aufschlag von 1,0 ct/kg zusätzlich zum Milchpreis.

 



Quelle: Hochland
Autor: Hoffrichter
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