Erfolgreicher Start

Datum 13.06.2018 | Rubrik: News
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„Einen erfolgreichen Start legte die heimische Milchwirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres beim Außenhandel hin. Bei Exportsteigerungen um 15,3% und Importsteigerungen um 10% konnte der positive Außenhandelssaldo um 25% erhöht werden, was eindrucksvoll die steigende Beliebtheit heimischer Qualitätsprodukte auch im Ausland unterstreicht“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar angesichts der nunmehr vorliegenden Außenhandelszahlen der Statistik Austria für das erste Quartal 2018.

Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist Käse, auf dieses Segment entfallen fast 50% der Exporte, hier gelang ein wertmäßiger Zuwachs um 16%, beim Import macht Käse ca. 58% des gesamten Volumens aus. Der heimischen Milchwirtschaft ist es bei Käse gelungen, höhere Exportpreise im Vergleich zu den Importpreisen zu realisieren, was trotz des hohen internationalen Wettbewerbs auf den Erfolg der Qualitätsstrategie der heimischen Milchwirtschaft hinweist. Zweitwichtigster Sektor ist die Palette der Flüssigmilchprodukte, auch hier gab es deutliche Steigerungen. Traditionelles Importprodukt ist weiterhin Butter.

Ca. 88% der Exporte wurden am EU Binnenmarkt getätigt, während 12,3% in Drittländer erfolgten. Die Exporte in mittel- und osteuropäische Länder konnten von 21,4 Mio. € auf 26,7 Mio. € deutlich zulegen, während es bei den Importen von 9,2 Mio. auf 8,9 Mio. einen Rückgang gab.

Ein funktionierender Außenhandel ist für die heimische Milchwirtschaft sehr wichtig, zumal fast jeder zweite Liter Milch aus Österreich exportiert wird, dies bedeutet, dass jeder zweite heimische Milchbauernhof vom Export abhängt. Umso wichtiger ist es daher, dass für den Milchsektor gute Außenhandels- und Veterinärabkommen abgeschlossen werden, die den Zugang zu Absatzmärkten ermöglichen.

Importprodukte gelangen vor allem in die weiterverarbeitende Industrie und in die Eigenmarken des Lebensmittelhandels im Preiseinstieg, zumeist ohne Kennzeichnung der Herkunft und damit der unterschiedlichen Produktionsstandards. Hinsichtlich der Importe appelliert Petschar an die Verantwortung der weiterverarbeitenden Industrie und des Lebensmittelhandels nach Kennzeichnung der Herkunft und mehr Transparenz. „Der Konsument, Handel und NGOs verlangen vom österreichischen Hersteller hohe Standards, der Konsument erfährt bei Importprodukten aber nicht woher diese sind und unter welchen Produktionsbedingungen diese hergestellt werden. Er sollte ein Recht haben zu erfahren, woher die Produkte kommen und unter welchen Voraussetzungen sie hergestellt werden. Nur so ist es möglich, dass die unterschiedlichen Qualitätsstandards und Produktionsgrundlagen sichtbar werden und zu einer bewussten Kaufentscheidung führen“, ergänzte Petschar.



Quelle: VÖM
Autor: Sossna
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