Emmi berichtet über 2017

Datum 05.03.2018 | Rubrik: News
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Emmi steigerte 2017 ihren Umsatz um 3,2 % auf 3,364 Mrd. CHF (organisch 0,5 %). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 1,6 % auf 206 Mio. CHF. Der Reingewinn lag mit 162 Mio. CHF 15,1 % über dem Vorjahr. Die Reingewinnsteigerung ist primär auf die niedrigeren Minderheitsanteile zurückzuführen. Der Generalversammlung wird beantragt, eine Dividende von brutto CHF 10,00 pro Namenaktie zu beschließen (Vorjahr CHF 5,90). Diese beinhaltet eine Sonderdividende von CHF 3,00. Damit können die Aktionäre am einmaligen Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an «siggi's» (Februar 2018) partizipieren.

Die Division Schweiz kam auf einen Umsatz von 1,73 Mrd. CHF, die Divsion Americas trug 949,8 Mio. CHF zum Geschäft, auf die Division Europa entfielen 564,1 Mio. CHF und auf die Division Global Trade 119,7 Mio. CHF.

 

 

Die Akquisitionseffekte beim Umsatz sind auf folgenden Faktore zurückzuführen:

 

• 60%-Beteiligung Bettinehoeve (Niederlande, 2. Februar 2016)

• Beteiligungserhöhung SDA Chile (Chile, 19. Mai 2016)

• Akquisition Cowgirl Creamery (USA, 31. Mai 2016)

• Akquisition Jackson Mitchell (USA, 4. Januar 2017)

• 80%-Beteiligung an Lácteos Caprinos (Spanien, 12. Januar 2017)

• Akquisition Italian Fresh Foods (Italien, 1. März 2017)

• Verkauf Anteile Venchiaredo (Italien, 31. Juli 2017)

• Beteiligungserhöhung Mexideli (Mexiko, 8. Oktober 2017)

 

Gewinnentwicklung

Der Bruttogewinn erhöhte sich im Berichtsjahr um CHF 21,4 Millionen respektive 1,8 % auf CHF 1,2 Mrd. CHF. Die Zunahme ist mit der Akquisitionstätigkeit zu begründen. Die Bruttogewinnmarge ging im Vorjahresvergleich von 36,2 % auf 35,7 % zurück. Diese Entwicklung erklärt sich hauptsächlich mit dem Preisdruck in der Schweiz. Die Divisionen Americas und Europa konnten hingegen ihre Bruttogewinnmargen leicht steigern, obwohl im Markt Großbritannien Brexit-bedingt deutliche Margenverluste verzeichnet werden mussten.

 

Dieser Margenrückstand wurde wettgemacht durch einen lediglich um 1.1 % – also unterproportional – gestiegenen Betriebsaufwand, der sich von CHF 856.1 Millionen auf CHF 865.9 Millionen erhöhte. Dies ist eine Folge des Kostenspar- und Effizienzsteigerungsprogramms Emmi Operational Excellence (EOE), das auch in verschiedenen ausländischen Produktionsbetrieben e eingesetzt wird. Wesentliche Kosteneinsparungen konnten auch durch die geringeren IT-Aufwendungen erzielt werden – dies, weil die Einführung von SAP in der Schweiz abgeschlossen wurde. Insgesamt vermochte all dies den um 4.4 % höheren Personalaufwand zu kompensieren.

 

Ausblick

Die globale Wirtschaft hat Schwung aufgenommen. Davon werden bei Emmi insbesondere die Wachstumsmärkte der Division Americas profitieren. In Tunesien und den USA gehen wir von einer weiterhin steigenden Nachfrage aus. Weiter sollte der chilenische Markt die Zeichen der Erholung bestätigen können. Jedoch werden Fremdwährungseinflüsse in Ländern wie Chile, Mexiko und Tunesien ein Thema bleiben. Zudem werden die europäischen Märkte in dieser Division (Spanien und Frankreich) das Wachstum auch dieses Jahr hemmen.

 

Auch wenn für die Eurozone 2018 mit einem Wachstum zu rechnen ist, sind in der Prognose für die Division Europa einige hemmende Faktoren zu berücksichtigen: einerseits der anhaltend starke Wettbewerb, andererseits die weiteren Folgen des Brexit und die Entwicklung des britischen Pfundes. Dies wird Einfluss auf die Entwicklung des britischen Geschäfts (Onken-Jogurts, Exporte aus der Schweiz und Dessert-Exporte aus Italien) von Emmi haben. Zusammen mit der jüngst erfolgten Stärkung des Euros dürfte insgesamt, über alle Märkte betrachtet, von dieser Division ein positiver Beitrag zur Umsatzentwicklung zu erwarten sein.

 

Unter günstigen Umständen ist 2018 auch im Heimmarkt Schweiz ein Umsatzzuwachs möglich. Dafür spricht die Prognose für den Schweizer Detailhandel, der im Food-Bereich von stabilen bis allenfalls leicht steigenden Umsätzen ausgeht. Hinzu kommen der gestiegene Milchpreis (Preiserhöhung per 1. Oktober 2017) und starke Markenkonzepte. Dem gegenüber stehen der anhaltend massive Importdruck und der auf hohem Niveau stabile Einkaufstourismus. Für ein Umsatzwachstum sind also hohe Hürden zu nehmen.

 

In der Summe rechnet Emmi für 2018 mit einem organischen Umsatzwachstum, das in etwa im Rahmen der mittelfristigen Prognosen liegt.

 

Um die Erträge zu stützen, wird Emmi zudem an ihrem Effizienzsteigerungs- und Kostensparprogramm festhalten und dieses vor allem in den ausländischen Produktionsbetrieben intensivieren.

Laut Prognose wird im laufenden Jahr der Umsatz im Konzern um 1,5 bis 3% steigen, der Umsatz der Sparte Schweiz kann um bis zu 0,5% wachsen, der der Division Americas um 4% bis 6 % und der der Division Europa um 1 % bis 3 %.

 

 



Quelle: Emmi
Autor: Sossna
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