BVE zur Konjunktur

Datum 04.02.2019 | Rubrik: News
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Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im November 2018 einen Umsatz von 15,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sank er damit um 1,7 Prozent. Grund für diese Entwicklung war vor allem eine Verringerung der Absatzmenge um 2,2 Prozent. Das gab Anlass, die Produktion zurückzufahren. Dementsprechend sank der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 2,6 Prozent. Diese Entwicklung lässt sich auch für das Exportgeschäft verzeichnen, das um 5 Prozent niedriger ausfiel als im Vorjahr. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 5,1 Milliarden Euro exportiert.


Agrarrohstoffmärkte
Die Preisentwicklung an den Agrarrohstoffmärkten ist das Ergebnis von Angebots- und Nachfrageschwankungen. Insgesamt ließ der Index um 1 Prozent zum Vormonat und 2 Prozent zum Vorjahr nach. Für die Lebensmittelhersteller ist die Rohstoffbeschaffung auf den internationalen Märkten ein zentraler Produktionsfaktor. Steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus.


Ausblick: Geschäftsklima
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Das Jahr 2019 begann mit einer durchwachsenen Entwicklung für das Geschäftsklima der Branche. Trotz eines kräftigen Anstiegs zum Vormonat, blieb der Index hinter dem Vorjahresniveau zurück. Gestützt wurde die Entwicklung durch eine deutliche Aufhellung bei den Erwartungen an die zukünftigen Geschäfte. Dabei wurden nicht nur vorrausschauende Indikatoren wie Produktionspläne oder die Exporterwartungen positiv bewertet, sondern auch Indizes wie Produktion oder die Nachfragesituation, die die aktuelle Geschäftslage betrachten.


Konsumklima und Verbraucherpreise
Das Konsumklima setzt sich aus den Konjunkturerwartungen sowie den Einkommenserwartungen und der Anschaffungsneigung der Verbraucher zusammen. Entgegen den Prognosen, wuchs das Konsumklima im Januar 2019 um 0,1 auf 10,5 Punkte. Rückläufige Konjunkturerwartungen glichen die Verbraucher durch Zuversicht an ihre Einkommenserwartungen und einer hohen Anschaffungsneigung aus. Grund für den Rückgang der Konjunkturerwartungen waren der Brexit und die internationalen Handelskonflikte, die für Verunsicherung bei den Konsumenten sorgten. Dies führte zum vierten Rückgang in Folge.

Mit guten Einkommensperspektiven und einem stabilen Arbeitsmarkt haben die Konsumenten einen hohen Konsumwillen und Genuss im Alltag steht im Fokus. Dies fördert den Absatz von höherwertigen, preisintensiveren Lebensmitteln. Im Dezember 2018 erhöhten sich die Lebensmittelpreise um 0,1 Prozent und waren damit 0,9 Prozent über dem Preisniveau des Vorjahres. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen ebenfalls um 0,1 Prozent, waren jedoch um 1,7 Prozent teurer als im Dezember 2017.



Quelle: BVE
Autor: Sossna
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