Verpacken mit Qualitätskontrolle

Datum 27.03.2014 | Rubrik: Verpacken & Kennzeichnen | Ort: Beckum
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Itec Roboter
Bei der Verpackung von Fleisch- und Wurstwaren setzen die Lebensmittelproduzenten zunehmend auf kleinere SB-Verpackungen. Damit passen sie sich der Zunahme der Singlehaushalte an. Allein in Deutschland gibt es aufgrund des demographischen Wandels statistisch gesehen ca. 60% Singlehaushalte mit steigender Tendenz. Kleinere Verpackungseinheiten bedeuten jedoch auch eine Verschiebung der Anteile an den Herstellungskosten. Die Verpackung wird teurer als das in ihr befindliche Produkt.

Für den Verpackungsbereich hat dies zur Folge, dass eine Fehlpackung – falsches oder defektes Produkt, kein Etikett vorhanden, kein Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett, Produkte untergewichtig usw. – unbedingt zu vermeiden ist. Treten diese Fehler in einer Lieferung häufiger auf, kann es unter Umständen zu einer Rücklieferung der gesamten Charge durch den Discounter oder Händler kommen.

Unter diesen Gesichtspunkten und angesichts der geforderten Leistungsdaten ist heute eine automatisierte Verpackung ohne Kontrolle des Gutes nicht mehr realisierbar. ITEC ermöglicht noch vor der Verpackung eine Kontrolle des Produkts durch optische Prüfsysteme. Vor einer Etikettierung von Wurstwaren werden diese auf ihre Abmessung und damit auf eine mögliche Untergewichtigkeit überprüft und ggf. aussortiert. Gleiches passiert mit einer verschmutzten oder beschädigten Darmoberfläche im Sichtbereich der Kamera. Diese Produkte kommen nicht bis zum Etikettierer. Dies reduziert bereits einen Teil der potentiellen Fehlpackungen.Nachdem die Produkte die erste Qualitätsprüfung erfolgreich bestanden haben, werden sie zur Etikettierstrecke transportiert. Im Anschluss daran ist es wichtig, Produkte ohne Etikett, Produkte mit einem ungenau sitzenden Etikett oder einem Etikett ohne Aufdruck des Mindesthaltbarkeitsdatums zu erkennen. Es besteht auch die Möglichkeit zu überprüfen, ob das Produkt das richtige Etikett erhalten hat. Das richtige Produkt wird in diesem Fall über die Farbe des Aluminiumclips definiert und mit einer Kennzeichnung bzw. dem Klartext auf dem Etikett verglichen. Wurde mindestens eines der genannten fehlerhaften Merkmale erkannt, wird das Produkt aus dem weiteren Prozess entfernt und Fehlpackungen, die eventuell erst beim Discounter oder im schlechtesten Fall beim Kunden auffallen, werden vermieden. Das Gut-Produkt wird anschließend in vier 5er-Gruppen gesammelt und mittels Roboter und einem speziell entwickelten Vakuumgreifer in die bereitstehende, offene Leerpackung eines Tiefziehers abgelegt.

Dank der Integration dieser optischen Qualitätsprüfungen konnte eine Vielzahl von Fehlpackungen ausgeschlossen werden. Zusätzlich erhöhen sich auf Grund der maschinellen Automation der hygienische Schutz des Produktes und der kontinuierliche Produktfluss bei gleichzeitiger Steigerung der Kapazität.


Folgende Kontrollen werden mit Hilfe eines optischen Systems ermöglicht:

 

Vermeidung von Auslieferungen mit fehlerhaftem Mindesthaltbarkeitsdatum.

Einfache Prüfung des Datums auf Existenz, Richtigkeit und Lesbarkeit.

Anwesenheits- und Positionskontrolle des korrekten Labels.

Stabile Erkennung trotz unterschiedlicher Oberflächen und Reflexionen.

Schnelle Anpassung der Sollposition durch externen Teach-in.

Überprüfung der vollständigen Entleerung von Transportbehältern.

Erkennung von Fremdobjekten unabhängig von deren Form und Farbe.

Zusätzliche Überprüfung der Behältergeometrie.

Kontrolle der Bahnposition.

Durchschnittlich 30 Inspektionen pro Sekunde.

Kein zeitaufwändiges Trainieren von Schrifttypen nötig. Integrierter Codereader zur Produktidentifikation liest alle gängigen 1-D- und 2-D-Codes.

 



Quelle: Itec
Autor: ast / Redation fleischnet
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