Naturdärme weltweit gefragt

Datum 15.09.2017 | Rubrik: Verbände | Ort: Hamburg
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Key Naturdarm 2017

Der Gesamtaußenhandelsumsatz des deutschen Naturdarmhandels blieb im Geschäftsjahr 2016 stabil und lag mit 840 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau (2015: 841 Mio. Euro). Der Zentralverband Naturdarm e.V. blickt daher zuversichtlich in die Zukunft.
Der von Rind, Schwein, Schaf oder anderen Nutztieren stammende Naturdarm wird als Wursthülle weltweit nach wie vor hochgeschätzt. Sowohl die Export- (123.203 t; +12%) als auch die Importmenge (94.546 t, 2015: +26%) stiegen im Vergleich zu 2015 im zweistelligen Prozentbereich. Während der Exportwert (395 Mio. Euro; +3%) ebenfalls anhob, gab der Importwert (445 Mio. Euro; -3%) leicht nach.

 

Mit einem Exportvolumen von 251 Mio. Euro (-4 % gegenüber Vorjahr) waren die EU-Länder für den weltweiten Naturdarmhandel auch im Berichtsjahr umsatzstärkster Handelspartner. Der Gesamtausfuhrwert jenseits der europäischen Grenzen betrug im Vergleich dazu nur 144 Mio. Euro (+18 %). Hinsichtlich der Ausfuhrmenge übertrafen die Drittländer (63.534 t; +20 %) allerdings Europa (59.669 t; +4 %). Hauptanteil daran hatte mit Abstand China/Hongkong (52.822 t; +24 %), gefolgt von Brasilien (3.525 t; +15 %). „Der Markt in Fernost zieht weiterhin kräftig an. Das wird durch diese Zahlen einmal mehr unterstrichen. Der Wurstkonsum insbesondere in China nimmt stetig zu“, so Heike Molkenthin, Vorsitzende des Zentralverband Naturdarm e.V.

Unter den europäischen Handelspartnern kommt Frankreich mit 8.857 t (+6 %) auf den höchsten Stand seit fünf Jahren und festigt damit seine Position unter den Top 3 hinter den Niederlanden (19.467 t; +17 %) und Polen (11.465 t; -12%). Bei den Importen stammt der weitaus größte Teil der Ware mit 25.185 t (+17 %) aus China. Auf Platz 2 und 3 kommen die Transitländer Niederlande (21.018 t; +12 %) und Polen (15.029 t, +173 %).

 

Deutschland ist Wurstland

Wie die Ergebnisse zeigen, wächst die Nachfrage nach Naturdarm weltweit kontinuierlich. Er ist wesentlicher Bestandteil der Wurstproduktion. Dieses Lebensmittel wird in vielen Ländern wertgeschätzt und etabliert sich zunehmend auch außerhalb Europas, vor allem in Asien. In Deutschland bewegt sich der Pro-Kopf-Verzehr von Koch-, Brüh- und Rohwürsten nach Angaben des Deutschen Fleischer-Verbandes seit 30 Jahren auf fast konstant hohem Niveau. Laut Stat. Bundesamt wurden 2016 hierzulande über 1,5 Mio. t Wurst produziert (+0,4%). Geschätzt 1.500 unterschiedliche Sorten gibt es. Für die Hülle der Wurst wird in Deutschland meist Naturdarm verwendet.

 

Treiber im Weltmarkt

Der Zentralverband Naturdarm e.V., der in 2017 sein 70-jähriges Bestehen feiert, blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Auch wenn es hier und da immer wieder zu Schwankungen kommen kann, wird mittel- und langfristig das Wachstum im Weltmarkt anhalten. Und der deutsche Naturdarmhandel mit seinen exzellenten Handelsbeziehungen, seinen weltweit vorbildlichen Hygienestandards und seiner großen Innovationskraft ist dabei ein wesentlicher Treiber“, sagt Heike Molkenthin. Der Verband und seine Mitgliedsunternehmen fördern diese Entwicklung mit vielen Projekten. Ein Beispiel ist das Event „Craft Beer meets Craft Wurst“, das Mitte dieses Jahres in Hamburg stattfand. „Es gibt ein Revival des Ursprünglichen, des ‚Back to Nature’, und der Naturdarm ist dafür das Vorzeigeprodukt schlechthin. Er kommt ohne jegliche chemischen Zusätze aus und wird lediglich mit Salz konserviert“, so Heike Molkenthin. www.naturdarm.de

 

Foto: Zentralverband Naturdarm e.V.



Quelle: Zentralverband Naturdarm e.V.
Autor: mth/fleischnet.de
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