Preise hoch, Absatz mager

Datum 05.07.2017 | Rubrik: Märkte & Trends | Ort: Berlin
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BVE April 17

Die Ernährungsindustrie erreichte im April 2017 einen Umsatz von 14 Mrd. €. Im Vergleich zum April 2016 ergibt sich ein Wachstum von 2,5 %. Der Zuwachs ist laut dem Konjunkturreport Ernährungsindustrie der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) vor allem preisbedingt; die Absatzmenge sank tatsächlich um 2,6 %. Die Lebensmittelexporte konnten sich im Vergleich zum Vorjahr hingegen um 2,1 % auf 4,7 Mrd. € steigern.

 

Die Anreize für eine Ausweitung der Lebensmittelproduktion nahmen dem Report zufolge zu. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 2,7 %.

 

Die mittelständisch geprägte Branche sei angesichts steigender Marktanforderungen und mehr Wettbewerb herausgefordert, neue Märkte und Wertschöpfungspotentiale nachhaltig zu erschließen. Die Politik müsse dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Weniger Bürokratie und Regulierung sowie mehr Anerkennung für die Branche muss das Ziel sein.

 

Ausblick zwiespältig

Im Juni 2017 verbessert sich die aktuelle Sicht der Betriebe auf die Geschäftslage deutlich und ließ den Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts um einen Punkt im Vergleich zum Vormonat steigen. Der Saldo des Geschäftsklimas übertraf das Vorjahresergebnis damit um das Dreifache.

 

Trotz der aktuell guten Lage erwarten die Lebensmittelhersteller zukünftig sich verschlechternde Geschäftsbedingungen. Das spricht für den starken Wettbewerb, dem die Betriebe der Ernährungsindustrie entgegensehen. Zuversicht bieten jedoch steigende Erwartungen an das Exportgeschäft als Wachstumsmotor der Branche. www.bve-online.de

 

 

Grafik: BVE



Quelle: BVE
Autor: chb/FleischNet.de
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