Ernährungsindustrie auf Wachstumskurs

Datum 07.09.2017 | Rubrik: Märkte & Trends | Ort: Berlin
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Food Diagramm

Laut der Halbjahresbilanz des BVE wächst die Ernährungsindustrie weiter. In den ersten sechs Monaten 2017 steigerte die Branche ihren Umsatz, nach vorläufigen Ergebnissen, gegenüber 2016 um 5,7 % auf 87,2 Mrd. Euro. Das Umsatzwachstum ist vorrangig preisbedingt, die Verkaufspreise legten im Inland um 3,9 % und im Ausland um 4,6 % zu. Die Absatzmengen erhöhten sich damit moderat um 1,7 %.

Zwar bietet die positive Kauflaune am deutschen Markt Wertschöpfungschancen, trotzdem bleibt der Konjunkturmotor der Ernährungsindustrie das Exportgeschäft. Im Ausland wuchs die Branche im 1. Hj. 2017 um 5,8 %. Die Lebensmittelexporte stiegen auf 28,7 Mrd. Euro. Sowohl in den EU-Märkten als auch außerhalb des Binnenmarktes, entwickelten sich die Umsätze im Exportgeschäft mit 5,4 bzw. 7,6 % positiv. Die Exportquote lag zwischen Januar und Juni 2017 im Schnitt bei 33 %.

 

Auf der Kostenseite herrscht weiter Druck. Die Preisentwicklung bei den Agrarrohstoffen bleibt angebotsbedingt volatil. Im Vorjahresvergleich entspannten sich diese im Verlauf des ersten Halbjahres 2017 leicht, der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel sank um 0,8 %, das Preisniveau ist aber weiterhin hoch.

 

Die Branchenkonjunktur in den ersten sechs Monaten 2017 gab der Lebensmittelproduktion positive Wachstumsanreize. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 1,5 %. Aufgrund der guten Stimmungslage der Lebensmittelhersteller im ersten Halbjahr, kann für die zweite Jahreshälfte weiteres Wachstum erwartet werden. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der ifo-Geschäftsklimaindex um 3,7 %.

 

Auch die Konjunktureinschätzungen der Verbraucher zeigten sich optimistisch. Das Konsumklima verbessert sich im Vorjahresvergleich um 5,8 % deutlich. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die niedrige Sparneigung wirken sich positiv auf das Konsumverhalten aus. Der Konsum hochwertiger Lebensmittel liegt im Trend. Begünstigt wird die Kauflaune durch eine moderate Teuerung. So steigen die Lebenshaltungskosten im 1. Hj. 2017 um 1,8 % an und die Preise für Lebensmittel um 2,6 %. www.bve-online.de

 

Foto: Colourbox.de



Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)
Autor: mth/fleischnet.de
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