Konstante Beanstandungen

Datum 25.11.2015 | Rubrik: Management | Ort: Braunschweig
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Verbraucherschutz

Im Jahr 2014 hat die amtliche Lebensmittelüberwachung der Länder rund 540.000 Betriebe kontrolliert. Bei 25 % wurden Verstöße festgestellt. Dies entspricht dem Beanstandungsniveau der Vorjahre. Der Anteil von Beanstandungen bei Proben von Lebensmitteln, Lebensmittelkontaktmaterialien und Bedarfsgegenständen wie Kosmetika liegt ebenfalls auf dem Niveau der vergangenen Jahre. 12 % der rund 382.000 Proben wurden beanstandet. Mit 876.702 Kontrollbesuchen in 540.419 Betrieben wurden geringfügig mehr Kontrollen durchgeführt (+ 1 %) als in den Vorjahren. Die Gesamtzahl der registrierten Betriebe, die der Lebensmittelüberwachung unterliegen, liegt bei 1,21 Millionen. Damit wurde fast die Hälfte aller Betriebe (44,7 %) in Deutschland kontrolliert, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen. Bei den Dienstleistungsbetrieben im gastronomischen Bereich wurde sogar mehr als jeder zweite Betrieb kontrolliert.

Wie in den vergangenen Jahren stellten die Kontrolleure bei 25 % aller untersuchten Betriebe Verstöße fest und leiteten entsprechende Maßnahmen ein. Die Beanstandungsquote bei Dienstleitungsbetrieben – Gastronomie und andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung – sowie kleinen Herstellern, die im Wesentlichen auf der Einzelhandelsstufe verkaufen, war mit 29 bzw. 30 % am höchsten. Die weitaus größte Zahl der Beanstandungen betraf mit 52 % – wie auch schon in den Vorjahren – die allgemeine Betriebshygiene, gefolgt von Mängeln im Hygienemanagement (25 %) sowie bei der Kennzeichnung und Aufmachung (18 %) der Lebensmittel.

Untersuchung von Proben
11,6 % der 382.304 untersuchten Proben von Lebensmitteln, Lebensmittelkontaktmaterialien und Bedarfsgegenständen wurden 2014 von den Überwachungsämtern beanstandet. In den beiden Vorjahren waren es 11,3 % (2013), bzw. 12,3 % (2012). 97,5 % der untersuchten Proben waren Lebensmittel einschließlich Zusatzstoffe. Der restliche Probenanteil entfiel auf Bedarfsgegenstände und Materialien mit Lebensmittelkontakt. Die mit Abstand höchste Beanstandungsquote von 22,6 % wiesen im Jahr 2014 „Lebensmittel für besondere Ernährungsformen“ auf, gefolgt von den drei Produktgruppen „Zuckerwaren“, „Fleisch, Wild, Geflügel und Erzeugnisse daraus“ sowie „alkoholische Getränke (außer Wein)“ (15 bis 16 %). Diese Lebensmittelgruppen führten bereits in den Vorjahren die Liste an. Wie in der Vergangenheit gab es in den Produktgruppen „Schokolade, Kakao und kakaohaltige Erzeugnisse, Kaffee, Tee“, „Obst und Gemüse“ sowie „Zusatzstoffe“ weniger Beanstandungen (8 bis 9 %). Die Hälfte der beanstandeten Proben verstieß gegen Vorschriften der „Kennzeichnung und Aufmachung“. 19 % der Proben wiesen mikrobiologische Verunreinigungen und 10 % Mängel in der Zusammensetzung auf.

Lebensmittel-Bedarfsgegenstände
Die Beanstandungsquote von Gegenständen und Materialien mit Lebensmittelkontakt ist weiterhin zurückgegangen. Wurden 2011 noch 16 % der Proben beanstandet, waren es im Jahr 2013 14 % und im Jahr 2014 12 %. Wie bei den Lebensmitteln machen auch hier Kennzeichnungs- und Aufmachungsmängel den größten Anteil der Verstöße aus (63 %). In 33 % der Fälle erfolgte eine Beanstandung von Gegenständen und Materialien mit Lebensmittelkontakt aufgrund der Zusammensetzung.

www.bvl.bund.de



Quelle: BVL
Autor: flo/Redaktion Gastroinfoportal
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