Was bringt die neue EU-Öko-Verordnung?

Datum 16.06.2015 | Rubrik: Handel | Ort: Berlin
| Kommentare:

Bewertung:
bio_äpfel

Bio-Bauern, Bio-Verbände, Bio-Anbieter und der Deutsche Bauernverband sind sich einig: Die Vorlage des EU-Agrar-Rates zur Revision der geltenden Öko-Verordnung muss vom Tisch.

Denn die Situation für die deutschen Biobauern ist durchaus widersprüchlich: Bio boomt weltweit. Allein in Europa wuchs der Bio-Markt im letzten Jahr um 6 %.

Der Bio-Trend ist also in der Mitte der globalen Gesellschaft angekommen. Aber rund 500 Bio-Höfe in Deutschland müssen jedes Jahr aufgeben. Die Konkurrenz aus China und Ägypten produziert billiger. Und jetzt will die EU auch noch die Öko-Verordnung grundlegend ändern.


Heute berät der EU-Agrar-Rat in Luxemburg nun erneut. Der Vorschlag lautet: Als Bio-Produkt darf sich künftig bezeichnen, was einen bestimmten, verschärften Pestizid-Grenzwert einhält. Der jährlich kontrollierte Anbau im Vorfeld der Vermarktung, also die Kontrolle über den Produktionsprozess, wäre damit keine Pflicht mehr.


Was das für die deutschen Bio-Anbieter bedeutet, die durch Bio-Anbieter wie China oder Ägypten unter Druck stehen, wird wird heute im Rahmen eines Pressefrühstücks diskutiert.

 

Die Gäste:

  • Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes

  • Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstand Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, BÖLW

  • Georg Kaiser, Geschäftsführer Bio Company

  • Dr. Kai Funkschmidt, Evan. Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)

 



Quelle: Die Lebensmittelwirtschaft, Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de
Autor: tin / Redaktion Gastroinfoportal
Mehr News laden » Lade News