Wo Fleisch am teuersten ist

Datum 23.08.2017 | Rubrik: Fleisch & Co. | Ort: Berlin
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Schweiz Rindfleisch cb

Der Online-Marktplatz für Caterings, Caterwings, hat die Studie durchgeführt, in der die weltweiten Preise verschiedener Grundnahrungsmittel untersucht werden. Grund der Recherche waren Marktforschungszwecke für eine geplante Expansion des Unternehmens in ausländische Märkte. Die Studie gibt außerdem Aufschluss darüber, wie viele Stunden Arbeit bei Bezahlung nach örtlichem Mindestlohn nötig sind, um verschiedene Fleischsorten zu erwerben.

 

Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

 

• In der Schweiz ist Fleisch weltweit am teuersten und kostet 141,9 % mehr als der weltweite Durchschnitt.

• Die günstigsten Preise für Rindfleisch und Fisch, Hähnchenfleisch, Schweinefleisch und Lammfleisch wurden der Reihenfolge nach in Indien, der Ukraine, Brasilien und Kolumbien ermittelt.

• Dänen müssen bei Bezahlung nach Mindestlohn für eine Portion Rindfleisch lediglich eine Stunde arbeiten, während Indonesier für dieselbe Portion 23,6 Stunden arbeiten müssen.

 

Die Studie förderte insbesondere große Unterschiede bei den Preisen für Fleisch in verschiedenen Teilen der Welt zutage. Die Studie zeigt, dass Fleisch in der Schweiz am teuersten ist und 141,9 % mehr kostet als der weltweite Durchschnitt, gefolgt von Norwegen (63,7 % teurer) und Hong Kong
(61 % teurer). Die niedrigsten Preise wurden in der Ukraine festgestellt, wo Fleisch 52,3 % günstiger ist als der weltweite Durchschnitt, dicht gefolgt von Malaysia (50,3 % günstiger).

 

Auf die Perspektive kommt es an
Um die Ergebnisse in die richtige Perspektive zu rücken, wurde ermittelt, wie bezahlbar Fleisch für die Bevölkerung der verschiedenen Länder ist. Dazu wurden die Arbeitsstunden berechnet, die bei Bezahlung nach Mindestlohn für den Erwerb der verschiedenen Fleischsorten nötig sind. Die Ergebnisse bestätigen nicht nur, dass die Fleischpreise von Land zu Land stark variieren, sondern auch, dass weltweit große Ungleichheit hinsichtlich der Verfügbarkeit von Fleisch herrscht.

 

„Unsere Studie, die ursprünglich als Marktanalyse gedacht war und Aufschluss über Kosten und Preise in der Catering-Branche geben sollte, hat einige wichtige Fragen aufgeworfen”, sagt Caterwings-CEO Alexander Brunst. “Globale Ungleichheit ist ein ernstes Problem und es wird deutlich, dass das Thema Lebensmittelpreise bei der weltweiten Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Globalisierung auf der Tagesordnung stehen sollte.”

 

Fleischpreise in den wichtigsten Städten ermittelt
Zur Erstellung des Indexes hat Caterwings die weltweiten Spitzenreiter im Konsum und in der Produktion von Fleisch untersucht, insbesondere von Rindfleisch, Hähnchenfleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Schweinefleisch und Lammfleisch. Nach genauer Betrachtung hunderter Lebensmittelhändler wurden die Daten erhoben, indem die Fleischpreise in den wichtigsten Städten der jeweiligen Länder, in denen mindestens 25 % der Bevölkerung leben, analysiert wurden. Die gesamten Ergebnisse gibt es online unter https://www.caterwings.de/caterers/2017-fleischpreis-index/

 

 

Foto: Colourbox.de



Quelle: Caterwings/ABCD Agency
Autor: chb/FleischNet.de
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