Dänemark: Staatl. Tierwohlsiegel

Datum 11.12.2017 | Rubrik: Fleisch & Co. | Ort: Kopenhagen
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Dänemark Theke

Kürzlich markierte der dänische Umwelt- und Lebensmittelminister Esben Lunde Larsen die Ausweitung des staatlichen Tierwohlsiegels auf Schweinefleischprodukte wie Bacon, Leberpastete und Würstchen. So können sich dänische Verbraucher beim Einkauf noch stärker für mehr Tierwohl zu entscheiden – nicht nur beim Einkauf von Schweinekamm, Speck und anderem Fleisch vom Schwein. Auch veredelte Schweinefleischprodukte gibt es nun mit 1-3 grünen Herzen.

 

Für Frischfleisch vom Schwein wurde das Tierwohlsiegel im Mai 2017 eingeführt. Seitdem entwickelte sich der Absatz dieser Produkte rasant. Laut Danish Crown tragen rund 25 % des vom Schlachtkonzern über den dänischen Einzelhandel verkauften Schweinefleisches das Tierwohlsiegel. Mit der Ausweitung auf Fleisch- und Wurstwaren dürfte sich der Absatz von Tierwohlprodukten weiter beschleunigen. Zugleich ist dies der erste Schritt zur Ausweitung des Tierwohlsiegels auf andere Fleischsorten. „Viele Menschen wollen beim Kauf von Schweinefleischprodukten sichergehen, dass die Tiere unter guten Bedingungen aufgewachsen sind. Hier liefern ihnen die grünen Herzen schnell und einfach Orientierungshilfen. Dies gilt von nun an auch für Fleisch- und Wurstwaren”, so Esben Lunde Larsen.

Das Tierwohlsiegel soll zur Verbesserung der Haltungsbedingungen möglichst vieler Schweine und mit der Zeit auch anderer Nutztiere beitragen. Die erhöhte Nachfrage der Verbraucher nach Tierwohlprodukten soll diese Entwicklung vorantreiben. Esben Lunde Larsen: „Der Erfolg des Tierwohlsiegels motiviert die Landwirte zur weiteren Verbesserung des Tierwohls. Es lohnt sich, noch mehr zu tun, wenn Nachfrage besteht.”

 

Fakten zum dänischen Tierwohlsiegel

Das staatliche Tierwohlsiegel informiert Verbraucher schnell und einfach über Produkte von Tieren, die im Einklang mit den Kriterien des dreistufigen Siegels (1-3 Herzen) aufgewachsen sind. In der Schweinehaltung schließt schon die Grundstufe das Schwanzkupieren sowie Schlachttiertransporte von mehr als acht Stunden aus. Zudem bekommen die Tiere u. a. Stroh als Wühl-, Beschäftigungs- und Nestbaumaterial. Für die 2. und 3. Stufe bestehen weitergehende Tierschutzanforderungen. Entwickelt wurde das Siegel vom dänischen Veterinär- und Lebensmitteldirektorat in Zusammenarbeit mit breit gefächerten Interessenten, u. a. der Kooperationsorganisation von 21 Tierschutzverbänden DOSO (DyreværnsOrganisationernes SamarbejdsOrganisation), dem dänischen Tierärzteverband, dem Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft, dem Schlachtkonzern Danish Crown, dem dänischen Fleischermeisterverband, Dansk Supermarked (u.a. Bilka Hypermärkte), dem LEH-Verband De Samvirkende Købmænd sowie Aldi und Lidl. 

 

Foto: Landbrug & Fodevarer



Quelle: Landbrug & Fodevarer
Autor: mth/fleischnet,de
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