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geniessen_und_reisen_02_2016

statten: Er stellt bereits in der vierten Generation köstliche Schokoladen- Kreationen her. Das Weinanbaumuseum im Schloss Pécauld und das Kunsthaus Hôtel Sarret de Grozon bieten spannende Einblicke in die Kultur- und Weinge-schichte des Städtchens. Im Kunsthaus sind Pas-tellzeichnungen von Louis Pasteur ausgestellt, der im 19. Jahrhundert das Verfahren der Pasteurisie-rung entwickelte und in Arbois aufwuchs. Kulina-rik- Freunde kommen im Hotel-Restaurant Mont-joly auf ihre Kosten: Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Haus unter Leitung des Küchen-chefs Romuald Fassenet verwöhnt seine Gäste mit ausgefallenen Kreationen. Außergewöhnlich gut isst es sich auch in Montbéliard, der „Stadt der Prinzen“. 400 Jahre lang regierte die deutsche Herrscherfamilie von Württemberg über Stadt und Region. Im Restaurant Saint-Martin kreiert Sterne-koch Olivier Prévôt-Carme Ungewöhnliches. Räucheröfen und Käselaiber Auf den Wanderungen durch die Franche-Comté fallen immer wieder eigenartig geformte Haus-kamine auf. Diese „tuyés“ (traditionelle, pyrami-denförmige Räucherkamine) spielen bei der Her-stellung lokaler Wurstspezialitäten eine wichtige Rolle, z. B. bei der ausschließlich in der Gemeinde Morteau produzierten Wurst Saucisse de Morteau. Ihr charakteristisches Aroma kommt von den vie-len Gewürzen, die bei der Herstellung verwendet werden – unter anderem Pfeffer, Knoblauch, Kori-ander, Kümmel und Muskat. Zu den Königen der regionalen Käsesorten gehört sicherlich der nach der Region benannte Comté- Käse, ein kräftiger Hartkäse aus Rohmilch, der seit über tausend Jahren hergestellt wird. Man findet ihn und viele andere lokale Käsespezialitäten in den „Fruitières“ (Käsereien) der Dörfer. Ein beson-derer Comté-Reifekeller befindet sich im Wald im Haut-Doubs: Dort reifen im Fort Saint-Antoine auf 1.100 m Höhe mehr als 100.000 Käselaibe in ei-ner steinernen Kathedrale. Grüner Kult-Tropfen Ein besonderes Geschmackserlebnis bietet der Be-such einer der Absinth-Destillerien im Jura-Gebir-ge. Auf einer Route von der Absinth-Hauptstadt bis in die Schweiz wandert man heute auf den Spuren der „grünen Fee“: Durch Anbaufelder und auf Schmugglerpfaden schlängelt sich der Weg durch das Tal Val-de-Travers auf französischer und Schweizer Seite und informiert die Wanderer über die Herstellung und Geschichte des Kultgetränks. Mehr Informationen unter: • http://de.franche-comte.org 61 Fotos: © CRT Franche-Comté, Guillaume Perret, CRT Franche-Comté / Laurent Cheviet / Sandrine Baverel / Michel Joly


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