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geniessen_und_reisen_02_2016

bis 2 Uhr nachts: Auf der Karte stehen Zutaten wie Curry Gel oder Quitten Chutney, seltene Ge-müse wie die Chioggia-Rübe und Belugalinsen, aber auch ein knuspriger Spanferkelrücken zum Kürbis-Kartoffelgulasch, hausgemachte Essiggur-ken oder ein Oktopusgröstl mit Kartoffelespuma und Paprika. Wer hier einen Tisch möchte, reserviert am bes-ten, sonst wartet er in der Schlange vor der Re-zeption neben dem DJ, der das Deck mit elektro-nischen Rhythmen beschallt. Flankiert von Flaneu-ren, die sich die Uferpromenade entlang treiben lassen, passt das Ambiente perfekt zur Skyline am anderen Flussufer: Zwischen den bunt beleuchte-ten Wolkenkratzern von Raiffeisen und Almdudler zieht das Sofitel die Blicke auf sich, in dem sich das Gourmetrestaurant „Das Loft“ befindet. Ins-piriert von der gotischen Pracht des nahen Ste-phansdoms schuf der französische Star-Architekt Jean Nouvel inmitten der Altstadt-Silhouette ei-nen steil aufragenden Turm auf einem gläsernen Sockel. Direkt darunter liegt der Tel Aviv Beach 2010, unweit von Herrmanns Strandbar und dem Badeschiff am anderen Ufer. Der In- und Szene-treff entstand 2010 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der israelischen Metropole. Auf einem 1.500 m² großen Gelände bietet ein Glaskubus im Bauhausstil mit vielen kleinen Terrassen im Sommer Platz für etwa 800 Gäste. Die Chillout- Zone besteht aus etwa 600 m2 Terrasse mit Sitz-ecken und 26 m Bar. In der geräumigen Küche bereitet das Team um Haya Molcho, bekannt durch Haya’s Eclectic Catering, und das Neni am Naschmarkt internationale Gerichte zu. Dazu bie-tet es anders als viele Wiener Strandlokale Tisch-service und Programm. Die Besucher genießen hier Urlaubsfeeling mit den Zehen im feinen wei-ßen Sand. Auch am Naschmarkt sind die In-Treffs gut vertre-ten. Der frühere Lebensmittelmarkt hat sich heute dem Genuss verschrieben. Während am einen Ende der Gourmetmeile Touristen von Kellnern in Restaurants von Asia über Italiener bis hin zu Fischlokalen gebeten werden, gehen die Einhei-mischen hier vorbei. Die Restaurants am anderen Ende der Marktständchen wirken edler, schön eingedeckt und schließlich heißt wieder die Szene willkommen. Laute Elektrosounds mischen sich mit Stimmenwirrwarr. Die Servicekräfte verstehen kaum die Bestellungen. Auch hier boomen Burger und Salate, z. B. mit Mangospalten und gegrillter Pute im Orient-Okzident. Hier nimmt Platz, wer im Neni, das diese Fressgasse beschließt, keinen Platz mehr gefunden hat. Erstaunlich viele Men-schen essen hier auch zu später Stunde, obwohl das Ganze wie eine Outdoor-Partymeile mit Sitz-plätzen wirkt. Fotos: König, WienTourismus/ Hertha Hurnaus, WienTourismus/ Peter Rigaud


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