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geniessen_und_reisen_02_2016

hen-Werden: Wer vorbeigeht, denkt an eine kurze Pause – wer schon sitzt, beobachtet die Vorüber-gehenden. Auch abends ist jede Menge im Freien los. Nach einem Aperitif im MuseumsQuartier, wo in den mondänen Innenhöfen vor den Museen Leopold und mumok die kultigen „Enzis“ stehen (s. Bild unten rechts). Das sind jedes Jahr neu gestaltete Sitzmöbel in XXL-Dimensionen, wie übergroße Sofas, auf denen eine ganze Gruppe Platz findet. Daneben schenkt das Café Leopold aus, das zu-gleich Restaurant mit Bar und Club ist. Eine Alternative für den Sundowner bietet die Copa Cagrana. Die Vergnügungsmeile am Do-naukanal ist mit den Jahren ein wenig herunter-gekommen, gerade in der Gegend um die Party-meile Sunken City, und passt nicht mehr so recht zur im Hintergrund wachsenden Wolkenkratzer- Skyline. Teils sind schon neue, moderne Restau-rants und Bars entstanden (s. Foto ganz rechts), teils wird noch abgerissen und umgestaltet. Hier soll eine Ganzjahresdestination das Sommer-Ur-laubsfeeling der bunten Buden ablösen. In den nächsten Jahren ist hier viel Neues zu erwarten. Essen und Tanzen Wer sich ins Wiener Nachtleben stürzt, dem fällt auf Anhieb eine Besonderheit auf: Gehobene Gas-tronomie und Partykultur schließen sich hier nicht aus. Eine solche Fusion bietet das Ramien – oben asiatisches Restaurant, in dem so gut wie niemals ein Tisch ohne Vorbestellen zu haben ist – im Un-tergeschoss eine Disco im Hongkong-Style. Ein weiteres Szenelokal ist das Motto am Fluss (s. Fotos Mitte links). Auf den ersten Blick könnte man das architektonische Highlight am Donaukanal zwischen Marien- und Schwedenbrücke mit einem Schiff verwechseln, passend zum nahen Speedboat-Terminal für den Twin City Liner nach Bratislava. Oben befindet sich hier ein Café mit großer Terrasse am Donaukanal, unten Restaurant und Bar im Stil Venedigs der 1950er Jahre: De-tailverliebtheit, Fliesen im Schachbrettmuster und filligranes Mobiliar. Im Café geht es mit Frühstück ab 8 Uhr morgens los und endet um 2 Uhr nachts mit selbstgemachten Süßspeisen aus der hausei-genen Patîsserie, die einen ausgezeichneten Ruf bei den Wienern genießt. Hier wie im Restaurant serviert die Küche regionale und biologische Spei-sen, auch zum Mitnehmen. Eine Spezialität des Hauses ist das Bio-Brot, das Bäcker Joseph Weg-haupt nach den Regeln alter Handwerkskunst herstellt. Das Essen ist kreativ, etwa der vegane Burger mit Avocado, roter Rüben-Bohnencreme, Rucola, Sprossen & Kale-Chips oder ein gebra-tenes Mais-Huhn mit Kürbis-Kichererbsen-Püree. Gehobener speist es sich im Restaurant, ebenfalls Fotos: König, WienTourismus/ Christian Stemper, WienTourismus/ Bernd Preiml


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