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boden, Paté Paté und dem Julian. So ist es kein Zufall, dass einer der Sprecher des „World Street Food Congresses“ in Singapur, auf dem 35 Köche zehn Tage lang die Spezialitäten ihrer Länder prä-sentieren, Claus Meyer, der Mitinhaber des Res-taurants Noma ist. Copenhagen Street Food ist ein bewusst gewähl-ter Kontrast zu Kopenhagens eher vornehmen Torvehallerne. Die 2011 eingeweihten Markthal-len setzen erfolgreich auf ein kaufkräftiges Publi-kum, das regionale Erzeugnisse und ausgewählte internationale Spezialitäten sowie eine gehobene schnelle Küche zu schätzen weiß. Wer gerne über den schönsten Markt für Lebensmittel schlendern möchte, der sollte in die Torvehallerne gehen. Am Wochenende ist außerdem ein Flohmarkt rund um die Hallen aufgebaut. Kulinarische Hotspots In den letzten Jahren wurden mehrere Kopen-hagener Restaurants mit einem Michelin-Stern, jüngst auch mit zwei, ausgezeichnet. Nicht nur hier trifft man auf die moderne dänische Küche, für die frische einheimische Zutaten mit einem Hauch Innovation verwendet werden. Die Speisekarte des Restaurants Julian im Dänischen Nationalmuseum im Zentrum bietet eine Reihe nationaler und internationaler Gerichte, die immer von den aktuellen Ausstellungen und Arrangements des Museum inspiriert sind. Das Gourmetrestaurant Alberto K ist auf der 20. Etage des Radisson Blu Royal Hotels und bietet nicht nur ein Designerleb-nis der Extraklasse, sondern auch eine moderne, kulinarische Reise und eine abenteuerliche Aus-sicht auf Kopenhagen. Das Restaurant ist nach Alberto Kappenberger, dem ersten Direktor des Hotels, benannt, der mehr als nur begeistert vom dänischen Architekten Arne Jacobsen war. Dieser hat nicht nur das Hotel entworfen, sondern auch die meisten Möbel und Lampen. Dementspre-chend kann man im Restaurant in Arne Jacobsens Stühlen sitzen, mit Jacobsen-Besteck essen, Pfeffer mit einer Jacobsen-Pfeffermühle mahlen und Kaf-fee aus einer Jacobsen-Kaffeekanne einschenken. Küchenchef ist Jeppe Foldager, Zweitplatzierter des Kochwettbewerbs Bocuse d’Or. Im 106 m hohen Turm von Schloss Christians-borg, dem Tårnet, befindet sich das Restaurant mit gleichlautendem Namen, das neben einma-ligem Weitblick Köstlichkeiten und regionale Spe-zialitäten der Neuen Nordischen Küche anbietet. Das Gebäude im Herzen der dänischen Haupt-stadt beherbergt unter anderem das Parlament Folketinget. Vom reich verzierten Tårnet aus hat man einen spektakulären Blick über Kopenhagens City bis hinüber zum Öresund. Die Küche und Gastronomie verantwortet Rasmus Bo Bojesen, der sich auch mit der Schokolade Oialla mehr als einen Namen gemacht hat und obendrein ein Restaurant in der Königlichen Oper Kopenhagens betreibt. Fazit: Die Restaurant-Szene Kopenhagens ist be-eindruckend und mit „Copenhagen Cooking“, seinen temporären Garküchen, Probiermärkten und Pop-Up-Restaurants, zeigt es sich einmal mehr als die ungekrönte und heimliche kulina-rische Hauptstadt Skandinaviens. dmp 70 2/2015 Fotos: Polster, visitcopenhagen Kopenhagen


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