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geniessen_und_reisen_02_2015_neu

Wandern: Sonnenaufgangs-Ticket für „Gatterlgeher“ inkl. Bergfahrt (Tiroler Zugspitzbahn), Talfahrt (Bayerische Glet-scherbahn) auf das Zugspitzplatt, Talfahrt (Ehrwalder Almbahn) und Busfahrt zurück (35 E); im Portal der Tiroler Zugspitz Are-na können zu allen Touren Wegbeschrei-bungen und Infos auf ein GPS-fähiges Handy geladen oder als PDF gedruckt werden. www.zugspitze.at Logieren: Romantik Hotel Spielmann in Ehrwald/Tirol, Familienbetrieb in 5. Ge-neration mit schönem Garten und Berg-panoramablick, kleiner Sauna-Bereich, reichhaltiges Frühstücksbuffet; schön sind die neuen Zirbenzimmer: ab 88 E p.P. inkl. HP; www.hotel-spielmann.com Die Tour bietet die Tiroler Zugspitz Arena wäh-rend der Sommersaison bei guter Witterung an. Nach Sonnenaufgang Wer schon einmal so früh auf dem Berg ist, soll-te die Early Bird-Panoramatour anschließen. Gu-tes Schuhwerk und Wandererfahrung sind dafür ebenso hilfreich wie Stöcke. Durchquert man auf dem Zugspitzplatt doch eine graue Wüste voll spitzen Gerölls, die einen an eine Mondlandschaft denken lässt. Im Herbst oder Frühjahr passiert es zudem, dass die Füße durch Schnee stapfen, während die Sonne die nackten Arme wärmt. Der Weg führt hinab zur Knorrhütte auf 2.051 m Höhe über das Gatterl, eine Grenzstation, nach Öster-reich. Hier weicht die steinige Landschaft plötzlich sattgrünen Hügeln. Auf dem Weg zur Ehrwalder Almbahn empfiehlt sich ein Stopp auf der Hoch-feldernalm, um sich dem letzten Abenteuer der Tour zu stellen: der Verkostung des Graukäses – eine Spezialität aus gepresstem, kurz gereiftem Topfen, in Essig schwimmend und von Zwie-beln gekrönt. Was sich deftig-gewaltig anhört, schmeckt überraschend cremig mild und leicht. Die Tour ist mit dem „Wander-Ticket Gatterl“ in fünf Stunden bei mittlerer Kondition zu schaffen. Es überbrückt schwierige Passagen durch vier enthaltene Fahrten und inkludiert den Eintritt ins Erlebnismuseum „Faszination Zugspitze“. Da das Wetter schnell umschlägt und der Weg durchs Geröll auch schwer zu finden ist, ist es ratsam, einen Wanderführer zu buchen. Gemütlich zum Drachen Zum Aufwärmen eignet sich die relativ gemütli-che und landschaftlich tolle Wanderung von der Ehrwalder Alm über den Seebensee hinauf zur Coburger Hütte. Dieser letzte, serpentinenartige Aufstieg von rund 250 m ist als einziger Teil der etwa 2 bis 2,5-stündigen Tour knackig, bietet aber immer wieder tolle Ausblicke auf den See-bensee. Oben angelangt wartet die Belohnung: ein fluffiger Kaiserschmarrn. Lecker, und nicht allzu schwer, sind auch die Kaspressknödel mit Salat. Während der Pause direkt am Drachensee lohnt es sich, nach dem Drachen Ausschau zu halten, der einer Sage nach darin lebt. Er soll auf Dorfbewohner aufpassen, die sich einem hung-rigen und durstigen Wanderer gegenüber geizig und hartherzig zeigten und von einem Gewitter heimgesucht wurden, das das ganze Dorf flutete. Da sie für den Wanderer nichts zu trinken hatten, wurden sie mit so viel zu trinken bestraft, dass sie nicht mehr aufhören können. kir Von Österreich nach Deutschland über den Mond und zurück geht es bei einer strammen Wanderung quer über das Zugspitzplatt aus zu beobachten, während sich die Menschen-trauben, die den Weg hierher gescheut haben, schon in Richtung Panoramarestaurant drängen. Während die Bergspitzen an Plastizität gewin-nen und sich der Nebel wie ein Fluss durchs Tal schiebt, genießen wir das surreale Licht, das dem Charakter eines Ölgemäldes ähnelt. Danach war-tet das Frühstück im Panorama-Gipfelrestaurant. Tirol Foto: © Tiroler Zugspitz Arena/ U. Wiesmeier


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