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geniessen_und_reisen_02_2015_neu

Südtirol schmalen Felsdurchbruch, ins Herz des Gebirges, bis zur Pisahütte (2671 m), die so heißt, weil der Weg hinauf einen schiefen Felsturm passiert. Der Rundgang vorbei an gewaltigen Bergstürzen und bizarren Felsblöcken, inklusive Abstieg über steile Wiesen und die Eggentaler Almen dauert fünf bis sechs Stunden. Die Hütte bietet neben einfacher Küche wie Polenta mit Steinpilzen oder hauseige-ner Würste auch Unterkunft im Matratzenlager und eine spektakuläre Aussicht auf das hintere Latemarmassiv, Rosengarten und Marmolada. Sehenswert sind auch die Eisseen, kleine farben-reiche Tauwasserseen, die sich auf dieser Höhe bilden – aber nur dann wenn die Schneemassen rasch schmelzen und der Boden stark zugefroren ist. Neben den anspruchsvollen Varianten, die einen z. T. auf über 3.000 Höhenmeter bringen, bietet die Wanderwelt Latemarium eine Vielfalt an Mög-lichkeiten bis hin zu einem 3-km-Rundweg, der auch für Familien mit kleineren Kindern gut zu Fuß zu bewältigen ist. Die geschwungenen Pfade durch die beeindruckende Hochgebirgslandschaft mit ihrer besonderen Flora, herumliegenden Ge-steinsbrocken und Geröllfeldern führen einen ent-lang der seltsam gezackten Gipfelkette des Late-mar Massivs. Dieses wurde aus geologischer, bo-tanischer und landschaftlicher Sicht – zusammen mit weiteren Gebirgsgruppen in den Dolomiten – als einzigartig anerkannt, und von der UNESCO zu den schönsten und wertvollsten Landschaften der Welt gekürt. Abwechslung für „kleine Laufmüde“ bietet ein geologischer Lehrpfad mit zahlreichen Infotafeln und Halte-Stationen, die einem die Bergwelt nä-her bringen. So bietet eine Holzkonstruktion die Möglichkeit durch vergrößerte, hölzerne Ohren die ganze Palette der Geräusche rundumher zu er-lauschen. Eine Gebirgsblume versprüht auf Knopf-druck ihren Duft, sehr zum Entzücken der Kinder, und eine andere Station verrät uns die Laute und die Fußabdrücke der hier oben heimischen Tiere. Und sofort geht’s ins Dickicht auf den Spuren von Schneehase und Murmeltier. Nach ausgiebiger Bewunderung des Millionen Jahre alten Lavagesteins, das sich durch seine dunklere Farbe deutlich von den anderen Stei-nen unterscheidet, entstehen nun einige eigene „Stoamandl“ oder Steinmänn-chen. So heißen die aufgetürmten Steinformationen, die überall in den Alpen anzutreffen sind. Früher dienten sie als Wegmarkierung – jeder Wanderer, der vorbeikam, legte noch einen Stein drauf, und so wuchsen sie in die Höhe. Und nach einem stärkenden Mit-tagessen in einer der malerischen Almhütten ist der Weg zurück zur Gondelstation ein Klacks. Auf dem Rückweg lohnt es sich, einen klei-nen Park zu durchqueren, in dem die heimischen Tiere wie Eich-hörnchen, Luchs oder Adler als überlebensgroße Schnitzkunstwerke auf Baumstümpfen ausgestellt sind. Eine Attraktion für Groß und Klein ist auch der Waldhochseilgarten an der Talstation Obereg-gen. Zurück im Hotel Nach viel Bewegung an der frischen Luft ist die Komfortzone Hotel jetzt das Richtige. Wer das Vier-Sterne-Superior-Hotel Sonnalp als Domizil gewählt hat, freut sich schon beim Betreten des schmucken Hauses über eine warmherzige Begrüßung. Die Familie Weissensteiner (s.Foto) ist stets präsent und kümmert sich zuvorkommend um das Wohl ihrer Gäste. Die Geschwister Sabine und David Weissensteiner führen das Haus unter denselben Prämissen, mit denen ihre Eltern das Sonnalp 1997 eröffneten. Im Eggental in einem Gasthof mit Landwirtschaft aufgewachsen, errich-tete Georg Weissensteiner Ende der 70er Jahre als Teilhaber das 4-Sterne-Sporthotel Obereggen, welches er über 20 Jahre führte. Zudem tüftelte er mit zehn Freunden und Cousins an der Idee, ein Skigebiet zu gründen, welches als Skigebiet Obereggen heute, mit Georg Weissensteiner als Präsident, zu den erfolgreichsten Skigebieten Südtirols zählt. Das Team von Juniorchef David Weissensteiner gewann übrigens den Service Award 2015 des Guide Gault Millau. Anbei ein Ausschnitt aus dem 56 2/2015 Fotos: Genießerhotel Sonnalp


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