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geniessen_und_reisen_02_2015_neu

zu erkunden. Okinawa heißt wörtlich übersetzt „langes Seil“. Es wird in drei Regionen unterteilt: in die gleichnamige Hauptinsel Okinawa mit der Hauptstadt Naha und kleinen Nebeninseln, Miyako und Yaeyama- Inseln. Das warme Klima ist angenehm windig und bietet somit gute Voraussetzungen für Windsurfer. An der Westküste und auf Nebeninseln findet man ideale Tauchgebiete. Die südlichste Insel ist nur 125 km von Taiwan entfernt, aber 2.000 km von Tokyo. Täglich fliegt die Airline ANA ab Düsseldorf, Frankfurt und München nach Tokyo, und von dort geht es weiter in einem über zweistündigen Flug nach Naha. Auf den Spuren des vergessenen Königreichs Okinawa, das ehemalige Königreich Ryukyu betrieb jahrhundertelang friedlichen Handel mit den umliegenden Staaten wie Taiwan, Thailand, Philippinen, China und Japan. Es war ein Vasallenstaat Chinas, bis zu seiner Eroberung 1609 durch die japanischen Fürsten von Satsuma. Erst 1879 wurden die Könige abgesetzt, und Okinawa wurde als Präfektur ein Teil Japans. Leider wurde das Inselarchipel 1945 im Krieg zwischen Japan und USA stark zerstört, stand dann bis 1972 unter amerikanischer Verwaltung und ist heute völlig wieder aufgebaut. Aber in ihrem Herzen fühlt sich die Bevölkerung auch heute noch der alten Ryukyu-Dynastie und deren Traditionen sehr tief verbunden. Die Pflege der alten Esstradition, sowie der Ryukyu-Sprache, die Kultivierung der Tänze und der Musik mit dem dreisaitigen Instrument San- Shin gehören zum wichtigsten Kulturerbe. Landet man in der Hauptstadt Naha sollte man sich ein paar Tage Zeit nehmen, die Stadt und die Umgebung der Hauptregion Okinawa zu erkunden. Naha bietet ein fröhliches, lebendiges Städtebild. In den Markthallen des Makishi-Marktes findet man von leuchtend blauen, roten, grünen Fischen über Seeschlangen und Schweinsköpfen bis hin zu bei uns (un-)bekanntem Gemüse alles, was das einheimische Gourmetherz begehrt. Fast alle Speisen werden in Okinawa mit Katsuoboshi gewürzt – ein Fisch, dessen Filets geräuchert, getrocknet und hauchdünn gehobelt als Gewürz in oder über fast jedes Essen kommt. Aus Lautsprechern erklingt zu bestimmten Zeiten Musik des dreiseitigen Instruments San-shin und zaubert eine wohltuende Entspannung ins Herz. Dann wiederum werden entspannende Gymnastikübungen angeboten, und man sieht auf dem Markt und in der Stadt diejenigen, die in sich versunken, den kleinen sportlichen Anweisungen folgen. Beeindruckend ist auch ein Besuch im Churaumi Aquarium. Es gehört zu den größten der Welt. Im Hauptbecken mit 7.500.000 l Wasser kann man neben vielen kleineren Fischen mehrere Walhaie und Mantarochen bestaunen. Zurzeit gibt es in nur drei Aquarien der Welt Walhaie zu sehen. Es lohnt sich zudem ein Besuch in der alten Königsburg Shuri, die nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg originalgetreu aufgebaut wurde. Das Mausoleum der Könige, in der Nähe der Burg, gilt seit dem Jahr 2000 zusammen mit acht anderen Stätten in Okinawa als Unesco- Weltkulturerbe. Die Ruinen der Burg von Nakijin sind ebenfalls Weltkulturerbe. Wenn man Glück hat, erlebt man im November in Naha die „Parade der Gefolgsleute“. Denn der König verließ dereinst nur selten sein Schloss, die Königin immerhin einmal jährlich, um die Gesandten des chinesischen Kaisers vom Hafen Naha abzuholen und in den Palast zu geleiten. Dieses Ereignis wird mit Musik und Tanz in einem zweistündigen Umzug eindrucksvoll nachgestellt. Überall im Land findet man Utakis, kleine heilige Orte der Ruhe, die zur Sammlung und Meditation einladen. Eine einheimische Religion ist vorhanden, aber sie folgt weder dem Buddhismus noch dem japanischen Shinto-Kult. Es ist der Glaube an eine höhere Kraft verbunden mit einem Ahnenkult. Ursprünglich waw BeachcomberHotels hier finden körper und geist ihren jungbrunnen dinarobin • mauritius Nähere Informationen erhalten Sie unter Telefon: 089 6298490 • Fax: 089 6096811 E-mail: info@beachcomber.de w w . b e a c h c o m b e r - h o t e l s . c o m


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