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geniessen_und_reisen_01_2017

Magisches Marokko 3.500 m Küste, das Atlasgebirge, die Sahara und die alten Königsstädte Rabat, Meknes, Fes und Marrakesch: Gerade wegen seiner Gegensätze ist Marokko ein Land voller Zauber. Großartige Landschaften, kilometerlange Sandstrände, bizarre Wüsten im Süden oder in der Erg Chebbi an der algerischen Grenze gen Osten, Bergwälder und Datteloasen sowie schneebedeckte Berge im Hohen Atlas, atemberaubende Kasbahs und bezaubernde Basare liegen zwischen Mittelmeer und Atlantik. Daheim scheint endlos weit weg angesichts von exotisch duftenden Gewürzständen. Wenn sich jetzt noch der Ruf des Muezzins zum Gebet mit dem Stimmengewirr und dem Hupen der Autos vermischt, dann ist der Reisende ganz angekommen, bereit einzutauchen in eine fremdartige orientalische Welt. Schmelztiegel Marokko, das Land im Nordwesten Afrikas, mit der Straße von Gibraltar gerade einmal 14 km vom Südzipfel Spaniens entfernt, ist das Tor nach Afrika. Spanier, Berber und Araber bilden in diesem Schmelztiegel aus Afrika und Europa eine faszinierende kulturelle Mischung. Die geografische Nähe zu Spanien zeigt sich sprachlich wie kulinarisch: In Tanger kann man sich am besten auf Spanisch verständigen. Im Norden Marokkos gibt es auch Paella sowie Tortillas aus Kartoffeln. In den Bars wird, selbst über 50 Jahre nach der Unabhängigkeit, die spanische Tradition der Tapas gepflegt. Als Schnittstelle zwischen den Welten hat gerade Tanger schon immer Menschen aller Coleur fasziniert. Nicht ohne Grund treffen hier spanische, italienische und maurische Architektur aufeinander. In der islamischen Altstadt steht eine Synagoge neben einem US-Staatsmonument, eine Moschee neben einer Kirche. In Tanger wird es übrigens, im Gegensatz zu Südmarokko, auch im Sommer nicht so heiß. Im August herrscht eine Durchschnittstemperatur von 23°C. Dennoch legen die Einheimischen auch hier mittags eine lange Siesta ein und das kann man ihnen ruhig nachmachen. Eine marokkanische Stadt hat nichts mit modernen Städten wie Paris, London, Bangkok oder Delhi zu tun. Besonders die Königsstädte sind ein Erlebnis für sich mit ihren lebhaften Souks (lokale Märkte), alten Stadtmauern und Kasbahs. Praktischerweise wurden aber alle Städte des Landes nach dem gleichen Muster erbaut. Sie haben immer zwei Hauptstraßen (Mohammed V und Hassan II) und einen neueren Teil (Nouveau Ville), in dem die meisten Restaurants und Cafés liegen. Der schönste und authentischste Teil ist die Medina, die Altstadt, mit Souks und kleinen Gassen. Mit diesem Schema finden sich auch Fremde überall zurecht. Der Besuch eines Souks gehört 74 1/2017 Fotos: E. Heinrichsdobler, Mazagan Beach & Golf Resort


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