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geniessen_und_reisen_01_2017

Angemerkt Fern.weh gestern – heute morgen... Für den perfekten Urlaub müssen Zeit, Ort und Angebot stimmen – und sicher fühlen will man sich auch. Das gilt nicht nur erst heute, das war schon in vergangenen Zeiten so, wie viele große Reisende dies erlebt, darüber berichtet haben, und die uns das Reisen ans Herz legten: 1770 Johann Wolfgang von Goethe: Das ist das An-genehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt. 1783 Alexander von Humboldt: Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche-die Welt nicht angeschaut haben. 1854 Theodor Fontane: Wer reisen will, muss zu-nächst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zu-mindest keine Voreingenommenheit. Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden, anstatt es durch Vergleiche tot zu machen. 1898 Mark Twain: Es gibt kein sichereres Mittel fest-zustellen, ob man einen Menschen mag oder nicht, als mit ihm auf Reisen zu gehen. 1948 Aldous Huxley: Reisen ist das Entdecken, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken. 1958 Albert Camus: Früher zeichnete man auf Rei-sen, um sich erinnern zu können, wo man war. Heute filmt man auf Reisen, um zu erfahren, wo man ge-wesen ist. Kind, bevor du die Welt erkundest, sollst du dei-ne Heimat kennen“, diesen Spruch meiner Eltern habe ich als heranwachsendes Mädchen verwünscht. Denn statt über Italiens Strandpromenaden zu flanie-ren, durften meine Geschwister und ich das Ennstal, die Stiftsbibliothek Admond und den Wiener Prater kennen lernen. Schöne Ziele, und manches habe ich in den letzten Jahren wieder einmal besucht ... und sie haben mir besser gefallen als vor vielen Jahren. Sobald ich aber nicht mehr im Familienverbund verhaftet war, mit wenig, aber eigenem Geld ausgestattet, habe ich angefangen die Welt zu erkunden. Und es kann mir auch heute noch nicht weit genug sein. Denn es gibt so viele schöne Plätze auf dieser Erde. Obwohl ich mich redlich bemühte ... es gibt noch immer „weiße“ Flecken auf meiner persönlichen Landkarte. Ich arbeite heftig daran, diese Flecken zu „löschen“. Obwohl es heißt, der Weg ist das Ziel, wünsche ich mich manchmal ganz schnell an einen anderen Ort. So wie im Raumschiff Enterprise: „Scot-ty, beamen Sie mich nach...“ Was wäre wenn? Dieser Satz eröffnet die Pforten zum Reich des Visionären. Etwa die der Rei-seform der Zukunft. Sagen wir mal, in 200 Jahren. Werden wir Urlaub auf einem fernen Planeten oder einer Raumstation machen? Oder in einer künstlichen Traumwelt in der Wüste – ist Dubai bereits die Vorstu-fe? In der Kreuzfahrtbranche denkt man jetzt schon über riesengroße Katamarane oder Schiffe mit Böden aus Spezialglas nach. Genauso wie über künstlich an-gelegte, schwimmende Inseln, umgeben von Unter-haltungs- und Hotelinseln. Werden wir im Jahr 2150 in Höchstgeschwindigkeit durch Röhren reisen oder in Kapseln uns vorwärts bewegen? Auch schweben-de Autos zur Eigenanreise für die schönsten Wochen des Jahres könnten Wirklichkeit werden. Früher als erwartet brauchen wir uns vielleicht gar nicht mehr vom Fleck bewegen, wir reisen überall hin virtuell. Für mich nicht so erstrebenswert, denn ich möchte stets neue Eindrücke auch wirklich erleben, ertasten, erfühlen. Aber, wer weiß? Herkömmliche Reisepässe sind in der Zukunft ein alter Hut. Stattdessen wer-den implantierte Chips oder Iris-Scans Alltag sein, um Reisende zu identifizieren. Nun, mit unseren Vorschlägen wollen wir Sie ent- führen in ferne Länder und Kulturen. Erkun-den Sie mit uns die Heimat und die Nachbarre-gion Österreich. Genießen Sie den schottischen Whiskytrail, stapfen Sie durch Jütlands Dünen, schlemmen Sie norwegischen Skrei. Wir helfen beim Kofferpacken für die nächste Kreuzfahrt, und springen Sie mit uns in coole Pools. Finden Sie Tipps für Tauchabenteuer in der Karibik, oder Re-laxen auf maledivischen Atollen, bevor Sie auf Sri Lanka äußerlich und innerlich entspannt werden... Planen Sie die Verwirklichung Ihres Reisetraums ... Annemarie Heinrichsdobler Chefredakteurin Für ihn war es zuhause am Schönsten: Der Urlaub ist erholsam meist nicht nur für den, der in ihn reist. Auch den, der da bleibt, freut die Schonung, die er genießt in stiller Wohnung. So zählen zu den schönsten Sachen auch Reisen, welche andre machen. (Eugen Roth) 3


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