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geniessen_und_reisen_01_2017

Die Flammkuchenflüsterer Das Rosa Lisbert ist ein Treffpunkt für Feinschmecker und Freunde der elsässischen Küche. Berlin hat damit sein erstes elsässisches Gourmetrestaurant. Das Heimatdomizil der „Flammkuchenflüsterer“ ist die im Jahr 1891 eröffnete, denkmalgeschützte Markthalle in Berlin-Moabit. Auf 3.500 m2 Grundfläche unter einer Eisenkonstruktion aus dem vorigen Jahrhundert mit einer Fenstergalerie und geschätzten zwölf Meter Deckenhöhe, findet man hier neben frischen Lebensmitteln auch Kunsthandwerk und Dienstleistungen. Lisa Meyer und Robert Havemann haben hier für die Freunde der guten Elsässer Küche ein kleines Paradies geschaffen. Dazu pflegen die Gastgeber auch die Tradition der Elsässer Weine. Auf der Speisekarte stehen auch erstklassiges Coq au Vin und der bekannte Baeckeoffe, der in der Karte auch die entsprechende Erklärung bekommt: „Auf ihrem Weg zum Waschplatz brachten die elsässischen Frauen früher einfach Tontöpfe mit verschiedenen Fleischsorten und Gemüse zum Bäcker. Dort garte das Essen im abkühlenden Backofen fertig, bis auch die Wäsche gewaschen war. Für unseren Baeckeoffe garen wir die Zutaten unterschiedlich lang, jede sous-vide und auf den Punkt. So kommt es, dass unser Rind schon mal 72 Stunden im Wasserbad liegt, um eben so zu schmecken, wie es schmeckt.“ Und zum Coq au Vin gibt es folgende Anmerkung: „Es ist übrigens eigentlich ein Poulet au Riesling. Oder, genauer gesagt, ein Label Rouge-Schwarzfederhuhn in Weißwein, Schalotten, Kartoffeln, Möhren und Lauch.“ Für edle Gaumen Der beste Platz im Rosa Lisbert sind ein paar Tische, die um die offene Küche in Form von mit Buchenholz befeuerten Backsteinöfen für die Flammkuchen herum gruppiert sind. Von der Spezialität des Hauses gibt es mehr als ein 26 1/2017 Fotos: Rosa Lisbert


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