Hans-Leinberger-Gymnasium, Landshut: Wie im Restaurant

Schulverpflegung_03_2013

Wie im Restaurant Foto: foodpassion Die Köche Frank Hintze und Lukas Palowski tauschten vor vier Jahren ihr Restaurant gegen die Schulmensa des Hans-Leinberger-Gymnasiums in Landshut. Wieso dieses Konzept aufgeht, verrieten sie uns. Die Schulverpflegung war nicht der Traum unserer schlaflosen Näch-te“, geben die beiden Köche Frank Hintze und Lukas Palowski ehrlich zu. Trotz-dem sagten sie „Ja“, als sie vor vier Jahren gefragt wurden, ob sie die Verpflegung des Hans-Leinberger-Gymnasiums in Landshut übernehmen wollen. Ein Jahr zuvor wurde das Gymnasium mit einer Regenerierküche „Es gibt kein Patentrezept. Die Erfolgsfaktoren sind: Qualität, Service und Freundlichkeit. Man muss knapp kalkulieren, aber es funktioniert.“ Lukas Palowski, Koch und Pächter ausgestattet und über einen Caterer ver-sorgt, da der Schulleiter bewusst vermeiden wollte, dass es „wie in einer Frittenbude“ riecht. Die Qualität überzeugte jedoch nicht und so kamen – auf Elterninitiative hin – die beiden Köche ins Spiel, die sich mit ihrem Restaurant in Landshut bereits einen Na-men gemacht hatten. „Wir hatten nichts zu verlieren und das wirtschaftliche Risiko war aufgrund der Küche gering, also wagten wir den Schritt“, erinnern sich die beiden Kö-che von foodpassion an den Anfang zurück. Durchhalten wollten sie mindestens ein Jahr. Qualität und Service Den Schülern regenerierte Kost anzubieten, kam für die beiden „Vollblutgastronomen“ allerdings nicht in Frage, gekocht wird jeden Tag frisch vor Ort. „Wir hatten im Restaurant einen großen Qualitätsanspruch und setzen diesen jetzt auch in der Schul-mensa um“, sagt Frank Hintze, der primär für die Mittagsverpflegung zuständig ist, während sein Kollege Lukas Palowski die Zwischenverpflegung verantwortet. 80 % der acht Mitarbeiter in der Küche kom-men ebenfalls aus der Gastronomie und verkörpern den Qualitätsanspruch. Dane-ben spielt der Servicegedanke eine große Rolle. Der Schulkiosk hat z. B. bereits ab 7 Uhr morgens und bis in den Nachmittag hinein geöffnet, zudem stehen Heiß- und Kaltgetränkeautomaten zur Verfügung, so-dass die Schüler rundum versorgt sind. Die Verpflegung für Lehrerkonferenzen oder Abendveranstaltungen ist ebenfalls selbst-verständlich. Zum Servicegedanken zählt auch, dass die Schüler das Mittagessen vorbestellen können, aber nicht müssen. „Wer eine Garantie auf das Gericht haben möchte, bestellt online – wobei das nur ca. 10 % der 200 Tischgäste in Anspruch nehmen, der Rest wählt spontan“, erklärt Lukas Palowski. Bezahlt wird per Chip oder bar. Ungefähr die Hälfte der 1.500 Schüler verfügt über einen aufladbaren Chip. „Wir sehen die Schüler als Gäste – wie im Res-taurant. Überzeugen wir sie mit unserem Angebot, kommen sie wieder“, lautet der Anspruch der beiden Pächter. Anspruch mit Akzeptanz Mittlerweile strömt mittags ein leckerer Duft durchs Schulhaus, der – auch von der 42 Schulverpflegung 3/2013


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