Free Flow: Verpflegungskonzepte

Schulverpflegung_03_2013

Mit großen Schritten voraus Das Mittagessen ist in vielen deutschen Schulen immer noch ein Sorgenkind. Minderwertige, sogar gesundheitsgefähr-dende Zutaten, mangelnde Frische und wenig attraktive Angebote führen vieler-orts dazu, dass Schüler keinen Appetit auf das Essen in ihrer Schulmensa haben. Das Unternehmen biond aus Nordhessen prä-sentiert einen Ansatz, um die Schulver-pflegung gesund und sicher und zugleich attraktiv bei den Schülern zu machen. „Un-ser Ausgangspunkt war die Überlegung, wie wir hohe Qualität und Frische in die Schule bringen können, und zwar bundes-weit“, erläutert biond-Geschäftsführerin Jana Heise. Also setzt die Küche konse-quent auf Bio-Zutaten, selbst die Gewür-ze tragen das Bio-Zeichen – ein Großteil der Lebensmittel stammt aus der Region, von inhabergeführten Bio-Betrieben. Mit traditioneller Kochkunst, ganz ohne Fer-tigsaucen und Tütenware, verarbeitet das Küchenteam die frischen Lebensmittel zu kind- und jugendgerechten Speisen. Selbst gestampftes Kartoffelpüree, eigene Fonds und handgemachte Kartoffeltaschen mit Frischkäsefüllung gehören zu den Produk-ten der Bio-Küche. Gekühlt bei +3°C und unter Schutzatmosphäre verpackt, werden die Gerichte an die Schulen geliefert. Freie Wahl statt Vorbestellung In der Schulmensa zeigt sich die nächste Besonderheit des biond-Angebots: statt Tage im Voraus ein bestimmtes Menü vor-bestellen zu müssen (was bei Schülern ab der Mittelstufe besonders unbeliebt ist), haben die Schüler freie Auswahl an meh-reren Buffet-Stationen. Sie müssen sich nur mit ihrem Mensaausweis am Eingang an-melden und können nach Lust und Laune auswählen: neben dem Tagesgericht gibt es eine Pastabar, ein Wokgericht, Suppe und Pizza (mit Vollkornanteil im Teig). Für den Vitamin-Kick sorgt das Salatbuffet mit sechs Salatsorten und Rohkost sowie ver-schiedenen Dressings. Um ganz frische, regionale Lebensmittel zu bekommen, organisiert biond die Direktanlieferung durch einen Bio-Anbieter aus der Region der Schule, z. B. einen Bio-Lieferdienst oder einen Hofladen. Ein Verpflegungskonzept mit Zukunft: Regionale Lebensmittel, 100 % Bio-Zutaten und eine freie Auswahl ohne Vorbestellung. Fotos: biond, apetito Auswahl und Akzeptanz Durch ein Buffetkonzept mit freier Auswahl steigert sich die Akzeptanz der Schulverpflegung. Bei dem Buffetkonzept von apetito stehen den Schülern Hauptkomponenten, Gemüse und Beilagen zur freien Verfügung – die Kinder entscheiden lediglich, ob sie an dem Mittagessen teilnehmen. Die Tiefkühl-Menükomponenten sind bereits portioniert und bis zu einem bestimmten Garpunkt vorgekocht – in der Einrichtung selbst werden sie zu Ende gegart. So ist eine punktgenaue Zubereitung ohne lange Standzeiten gewährleistet. Das Küchenteam kann dazu täglich frisch zubereitete Salate, Obst oder Desserts anbieten. „Die Akzeptanz für ein gesundes und leckeres Mittagessen in der Mensa steigt, sobald die Kinder selbst entscheiden können, was auf ihre Teller kommt“, weiß Michael Tschech, Marketingleiter bei apetito. Durch höhenverstellbare Theken kann das System bereits in der Grundschule zum Einsatz kommen. Eine 70 cm hohe Mini-Modultheke ermöglicht auch den Kleinen aus der ersten und zweiten Klasse die Selbstbedienung. 28 Schulverpflegung 3/2013


Schulverpflegung_03_2013
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