TK & Convenience: Tiefkühlfrisch auf den Tisch

Schulverpflegung_03_2013

Foto: Schne-frost TK & Convenience Tiefkühlfrisch auf den Tisch Tiefkühlkost bietet im Küchenalltag Vorteile wie eine gute Lagerfähigkeit und einfaches Handling. Welche TK-Produkte 2012 an Beliebtheit gewonnen haben, zeigt die Marktforschung des Deutschen Tiefkühlinstituts dti. liegt. Dabei betont das dti, dass der höhere Umsatz das Resultat aus dem anhaltenden Trend der Verwender zu höherverarbeiteten, höherwertigen und somit höherpreisigen TK-Produkten ist. Betrachtet man die einzelnen Produktgruppen, so zeigt sich, dass sich – unangefochten, d. h. wie im Jahr 2011 – die Segmente Backwaren, Fleisch (inkl. Wild und Geflügel) sowie Kartoffeln auf den ersten drei Plätzen behaupten. Insgesamt machen die drei ersten Plätze zusammen mehr als die Hälfte des Gesamtabsat-zes aus. Bis auf das Segment Fleisch konnten die anderen beiden top-platzierten Bereiche ein Plus verbuchen: So beträgt der Anteil der tiefgekühlten Backwaren am gesamten Außer-Haus-Absatz 30,2 % (2011: 29,7 %) und der von Kartoffeln 13,1 % (2011: 12,9 %). Der Absatzanteil des Segments Fleisch sank von 16 % auf 15,6 %. Innerhalb des Top 10-Rankings, bei dem es um die Ent-wicklung von 2011 bis 2012 geht, belegen diese jedoch nur Plät-ze in der unteren Hälfte (vgl. Tabelle S. 25). Diese Warengruppen zählen somit eher zu den Verlierern, was an den lediglich geringen Wachstumsraten von 0,9 % (Backwaren), 0,8 % (Kartoffeln) sowie dem gesunkenen Fleischabsatz von 3,5 % liegt. Bezugnehmend auf die Absatzentwicklung im Vorjahr konnte ins-besondere das Segment Pizza einige Plätze vorrücken. Verzeichnete diese Produktgruppe 2011 noch einen Absatzrückgang von 1,3 %, ist sie mit einem Plus von 7,5 % im Jahr 2012 der prozentuale Spit-zenreiter unter den TK-Produkten. Der Absatz von TK-Snacks außer Haus wuchs ebenfalls erneut (+6,7 %). TK-Gerichte verzeichneten im AHM ebenfalls ein Absatzplus (+1,3 %). Zu diesem haben die Segmente Teilgerichte sowie Eintöpfe und Suppen mit einem An-stieg um +1,7 bzw. +10,5 % beigetragen, die 2012 noch stärker nachgefragt wurden als im Vorjahr. Nur die Komplettgerichte gin-gen um 0,7 % zurück. Auch hier bestätigt sich der Trend zu mehr Convenience, denn durch den Einsatz von TK-Gerichten und -Teil-gerichten lässt sich Zeit sparen und sie sind einfach im Handling. Die Produktgruppe Gemüse verzeichnete im Außer-Haus-Markt hingegen ein Minus von 3,9 %. Am härtesten traf es hier das Seg-ment Gemüsezubereitungen mit einem Rückgang von 12 %, der vermutlich durch den Bezug von mehr Frischware begründet wer-den kann. Auch der Fischverzehr ging im Außer-Haus-Markt zurück – er sank im Vergleich zum Vorjahr um 15,3 %. Die Verluste be-trafen dabei alle Bereiche dieses Segments. Am stärksten betroffen war mit einem Rückgang von 21,2 % die Kategorie „restlicher Fisch Die Eskimos hatten den richtigen Riecher: Ihren frischen Fisch warfen sie in den eisigen Wind, er gefror in wenigen Sekun-den und war nach dem Auftauen so frisch wie zuvor. Dass dieser gewitzte Einfall – ideengebend für die erste Schockgefrieranlage – auch heute noch begeistert, zeigen die aktuellen Ergeb-nisse der deutschen Tiefkühlwirtschaft aus dem Jahr 2012, die das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. (dti) im Sommer veröffentlicht hat. Der im Jahr 2011 noch gewachsene Außer-Haus-Markt (AHM) verzeichnete im vergangenen Jahr allerdings einen leicht rück-läufigen Trend und verlor mengenmäßig 0,7 %. Damit sank die Absatzmenge auf 1,56 Mio. t (2011: Küchenleiter schätzen die Produktvorteile von Tiefkühlkost wie ein einfaches Handling, eine gute Lagerfähigkeit und Zeitersparnis. 1,57 Mio. t, 2010: 1,53 Mio. t). Wertmäßig konnte die Tiefkühlkost im Außer-Haus-Markt dagegen ein leichtes Plus von 1,2 % beim Umsatz erzielen, der damit bei 4,98 Mrd. € (2011: 4,92 Mrd. €) 24 Schulverpflegung 3/2013


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