Aus den Ländern

Schulverpflegung_03_2013

Foto: Nubert Aus den Ländern BAYERN Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern Stefan Marquard: „Wir brauchen geiles Essen“ Richtig gut Essen“ – unter diesem Motto liefen im Juli die Bay-erischen Ernährungstage. Mit dabei: die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern, die sich Starkoch Stefan Marquard zur Unterstützung geholt hatte. Zusammen mit Tutzinger Schülern des Schülerunternehmens Les Gourmandises zauberte dieser ein Drei- Gänge-Menü, das anschließend in der Schmankerlgasse von den Besuchern verkostet wurde. „Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Stefan Marquard – deshalb engagiere er sich für die Schulverpfle-gung. „Das Problem ist heute, dass uns eine komplette Genera-tion fehlt, die kochen kann – also gibt es Fastfood. Hier müssen wir Abhilfe schaffen und zeigen, dass es auch anders geht.“ Wie es geht, zeigte der Koch mit dem Team von Dainty Dishes und der Unterstützung der Schüler dann vor Ort. „Essen muss Spaß ma-chen – und frisch sein“, sagt der bekannte Koch. „Wir brauchen in der Schule aber andere Schlagworte: ,Gesund‘ zieht nicht – wir brauchen geiles Essen.“ Dabei muss gutes Essen nicht aufwendig sein, es genügen einfache Gerichte. Für eine erfolgreiche Schulver-pflegung fordert er zudem ein neues Unterrichtsfach „Ernährung & Bewegung“ für alle Erst- bis Sechstklässler. „Und wir müssen die Kinder beim Kochen einbinden – ,Zuschau‘n und mitbau‘n‘ sag‘ ich immer.“ Auch für das oft diskutierte Problem der Finanzie-rung des Schulessens hat Stefan Marquard eine „einfache“ Lösung parat: „Man muss einfach bereit sein, 50 ct mehr zu bezahlen.“ Lesen Sie mehr unter: www.gastroinfoportal.de/marquard Für „Marquards bunte Schultafel“ zauberte der Starkoch zusammen mit Münchner Schülern ein Drei-Gänge-Menü und erklärte, wie er sich eine gute Schulverpflegung vorstellt. Mit dem Modellprojekt Coaching in der Schulverpflegung un-terstützt die Vernetzungsstelle Schulverpflegung seit 2009 bayerische Schulen dabei, eine gesundheitsfördernde, akzeptierte und wirtschaftliche Mittagsverpflegung zu implementieren. Inte-ressierte Schulen werden dabei von einem externen Schulverpfle-gungs- Coach ein Schuljahr lang begleitet. Gemeinsam mit dem Verpflegungsbeauftragten und einem Essensgremium werden in-dividuelle Wege gesucht und umgesetzt. Die Erfolgsrezepte aus über 500 Lösungsansätzen wurden nun in einer Broschüre thematisch zusammengefasst. Übersichtlich finden sich darin Tipps und Tricks, die sich bei den Coaching-Projekten in der Praxis bewährt haben. U. a. werden die Themen Spei-sen- und Getränkeversorgung, Sponsoring, Akzeptanz, Lebens-raum Schule und Bestell- und Abrechnungssysteme behandelt. Die Broschüre ist kostenlos downloadbar über die Homepage der Vernetzungsstelle: www.schulverpflegung.bayern.de. Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern Appetit auf mehr Unter dem Motto „Appetit auf mehr!“ standen die regionalen Jah-restagungen der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern. In Vorträgen und Foren konnten die Teilnehmer einen Einblick in die Theorie und Praxis der Schulverpflegung erhalten. Getrud Winkler von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen referierte bei der Fachta-gung in Augsburg z. B. über „Gesundes Essen leicht gemacht – wie kann das in der Schulmensa gelingen?“ und Christine Dietrich von der EssensZeit Agentur sprach in Würzburg über das Erfolgsrezept des Schulrestaurants: „Schon wenn ein Schüler den Speiseplan sieht, sollte er Lust aufs Mittagessen bekommen“, sagte sie. In den Foren standen u. a. die Themen Raumakustik, Pädagogik, Speiseplan-gestaltung und Kommunikation im Mittelpunkt. „In den fünf Jahren haben wir in Bayern viele Projekte erfolgreich initiiert“, resümierte Sabine Mehring von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern und nannte das Coaching-Projekt als Beispiel. „Wir haben große Bau-steine gesetzt – aber es gibt noch viel zu tun!“ lan Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern Erfolgsrezepte 8 Schulverpflegung 3/2013


Schulverpflegung_03_2013
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