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Schulverpflegung_01_2013

Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung im Vorjahr treffen sich vom 7. bis 9. März 2013 er-neut ca. 2.000 Schulleiter und schulische Führungskräfte in Düsseldorf. Einmalig ist der interdisziplinäre Blick über den Teller-rand. Gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft werden Konzepte für die Schule von morgen diskutiert. Das DNSV konnte Johann Lafer für die Teilnahme am Kongress gewinnen: Nach seinem Vortrag am 7. März um 18 Uhr, wird der Vorsit-zende des DNSV, Dr. Michael Polster, den Sterne- und TV-Koch auf der Bühne interviewen. Wir sprachen im Vorfeld mit Johann Lafer über sein Engagement für ein optimales Schulessen und seine Teilnahme am DSLK 2013 in Düsseldorf. Herr Lafer, wie sieht für Sie eine gesunde Schulverpflegung aus? Im Mittelpunkt steht ein zeitgemäßes, fri-sches und gesundes Speisenangebot, das alters- und zielgruppengerecht gestaltet ist. Dabei wird die Zwischen- bzw. die Pausenverpflegung in das Gesamtkonzept integriert. Den Hauptbestandteil bilden Schulen gehen in Führung Kurz notiert Vom 7. bis 9. März 2013 treffen sich ca. 2.000 Schulleiter und schulische Führungskräfte in Düsseldorf zum zweiten Deutschen Schulleiterkongress (DSLK). Zum ersten Mal mit dabei: das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung (DNSV) und Sternekoch Johann Lafer. frische regionale und saisonale Produkte in bester Qualität. Mit einer entsprechen-den Speisenpräsentation, Begleitaktionen mit den Produzenten und Ernährungsbil-dungsmaßnahmen wird eine Nähe zum Lebensmittel aufgebaut. Neue und moder-ne Zubereitungsarten, sowie Speisenprä-sentationen erweitern den kulinarischen Horizont und fördern die Akzeptanz bisher nicht so bekannter Speisen. Welche Tipps können Sie Schulleitern in puncto Ernährung geben? Bildung ist ein wichtiger Schlüssel, um die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten im positiven Sinne zu beeinflussen. Ich bin überzeugt davon, dass dies nur im partner-schaftlichen Zusammenspiel von Schülern, Lehrern und Eltern und natürlich den je-weiligen Institutionen eine Aussicht auf Er-folg haben wird. Nur, wenn wir alle bereit sind, uns für eine gute Ernährungsbildung und eine gesunde, wohlschmeckende Grundversorgung einzusetzen, wenn wir Präferenzen für Produkte aus der näheren Region, für ein Leben mit den Jahreszei-ten, für naturbelassene Lebensmittel und artgerechte Tierhaltung entwickeln, leben wir unseren Kindern eine Ernährungswelt vor, die sie auch in Zukunft Genuss, Ge-meinschaft, Tisch- und Esskultur mit Freude erleben lassen wird. Sie kooperieren mit dem Deutschen Netzwerk Schulverpflegung. Wie sehen Sie dessen Botschaft? Der Verein Deutsches Netzwerk Schulverpflegung 07. bis 09. März 2013 e.V. (DNSV) setzt sich für die Ver-besserung der Schulverpflegung an allen deutschen Schulen ein, weil Schulverpfle-gung ein sozialer Angelpunkt ist. Das Ziel ist die qualitative sowie organisatorische Ver-besserung des Schulessens. Ich bin ein Prak-tiker, d. h. nach den Worten müssen Taten folgen. Entscheidend ist, dass sich mehr Menschen Gedanken über die Grundver-sorgung der Kinder machen. Es wäre wün-schenswert, wenn Lehrer, Eltern, Schüler, Schulen und politisch Verantwortliche sich hinter die Idee des DNSV stellen, damit die Diskussion um Ernährungsbildung wirklich ins Rollen kommt – und zwar in Taten. Danke für das Gespräch. dmp Fotos: Johann Lafer, Deutscher Schulleiterkongress Johann Lafer live: Das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung und Johann Lafer sind auf dem Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf. Johann Lafer zum Thema „Gesunde Schulverpflegung“: 7.3.2013, 18 Uhr Anmeldung und weitere Infos: www.deutscher-schulleiterkongress.de 5 1/2013 Schulverpflegung


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