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Schulverpflegung_01_2013

Foto: © tama – Fotolia.com die Verhältnisse auf die deutsche Schulver-pflegung übertragen werden? Der Autor entwickelt die Antwort auf diese Frage gründlich. In den ersten fünf Kapiteln werden die japanischen Verhältnisse be-schrieben und im sechsten wird dann aus-führlich diskutiert, warum Deutschland nur bedingt einige Elemente von Japan über-nehmen kann. Die Konsequenzen hieraus liest man dann im siebten und wichtigs-ten Kapitel, in dem Prof. Dr. Volker Peinelt den erfolgversprechenden deutschen Weg beschreibt. Voraussetzungen fehlen In Japan wird die echte „Frischkost“ realisiert. Die Ausgangsware ist fast ausnahmslos frisch, und die Speisen werden mit einer hohen Fertigungstiefe vor Ort hergestellt. Befragungen in Deutschland zeigen immer wieder, dass diese Kostform am stärksten gewünscht wird. Allerdings wird kaum danach gefragt, welche Voraussetzungen erforderlich sind. Der Ver-gleich der japanischen Verhältnisse mit den deutschen fördert erhebliche Unter-schiede zutage, die sich auf nahezu alle Aspekte der Schulverpflegung beziehen. Besonders hervorzuheben ist die exakte Definition und Organisation des gesamten Produktionsprozesses und die für dieses Kostsystem unabdingbare hohe Qualifikati-on des Personals. Auf diese Weise werden die Zeitvorgaben exakt eingehalten, was zu sehr kurzen Heißhaltezeiten führt. Der Autor hat auf seiner Reise alles genau be-obachtet und beschreibt die Prozesse de-tailliert, die zudem mit zahlreichen Fotos veranschaulicht werden. Deutlich werden dadurch die komplett unterschiedlichen Voraussetzungen, die sich schwer ausglei-chen lassen. Das zeigt sich vor allem beim Ernährungsunterricht oder auch bei der bestehenden Verzehrspflicht der Schüler in Japan. In vielerlei Hinsicht zeigt sich im-mer wieder, dass in Deutschland ein Sys-tem wie in Japan nahezu unvorstellbar ist. Daher entwickelt der Autor einen ganz anderen Weg für Deutschland, wobei die Temperaturentkopplung eine wichtige Rolle spielt. Hierbei wird das Essen nur teilgegart, dann durch Schnell- oder Tiefkühlung stabilisiert und erst kurz vor dem Verzehr regeneriert. Im Buch wird das alternative System für Deutschland aus-führlich vorgestellt und mit vielen Hinweisen versehen, wie es am besten eingeführt werden kann. Selbst die Dauer für eine nationale Ein-führung oder die Kosten für die geforderte Zertifizierung werden von dem Autor detailreich vorgestellt. Allerdings macht der Autor zugleich keinen Hehl aus Blick ins Ausland seiner pessimistischen Einschätzung der Re-alisierungschancen. In seinem ausführlichen Exkurs geht Prof. Dr. Volker Peinelt schließlich auch auf die Eignung der offiziellen Qualitätsstandards für die Umsetzung seiner Vorschläge ein und arbeitet dabei zahlreiche Kritikpunkte heraus. Die Gründe für die Kritik legen na-he, die Standards noch weiter nachzubes-sern. Auf diese Weise lässt sich in Deutsch-land die Schulverpflegung tatsächlich ver-bessern. Anika Verena Eschenbach „Der Autor entwickelt einen ganz anderen Weg für Deutschland, wobei die Temperaturentkopplung dabei eine wichtige Rolle spielt.“ Anika Verena Eschenbach Vorbildlich wird nach Meinung von Autor Prof. Dr. Volker Peinelt die Schulverpflegung in Japan umgesetzt. Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen ist eine Übertragbarkeit jedoch schwierig.ist Impulse für die Schulverpflegung … Bolognese- Röllchen Mehlspeis-Convenience Landteig mit Bolognesefüllung nach italienischer Rezeptur, fix und fertig, tiefgefroren + 1 Karton = 50 Stück je 100 g Für kleine und große Kids! im Markenvertrieb von: Mehlspeis-Convenience Euro Food Conrad, 74906 Bad Rappenau Tel. (07066) 9903-0, Fax (07066) 9903-20, E-Mail: info@euro-food.de www.euro-food.de 47 1/2013 Schulverpflegung


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