Page 43

Schulverpflegung_01_2013

Foto: privat aber auch in Ausgabeküchen häufiger zu finden sind, und ausgewählte Aspekte im Folgenden ausführlich erläutert. Lückenhafte Hygieneschulung Ehrenamtlichen und Schülergruppen, die in Schulen Lebensmitteln verarbeiten (Projekte, Schülerfirmen) ist das Thema „Hygieneschulung“ oft eine Grauzone. Aber auch Mitarbeiter, die regelmäßig mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, besitzen bisweilen nicht die vorgeschriebene Belehrung des Gesundheitsamts nach § 43 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes. Sie können keine Bescheinigung vorweisen und wissen auch nicht, welche Krankheiten meldepflichtig sind, wie sie sich im Krankheitsfall zu verhalten haben und wie die Infektionswege minimiert werden können. Die Schule bzw. der Schulträger muss sich als Arbeitgeber diese Bescheinigung von jedem neuen Mitarbeiter bereits am ersten Arbeitstag zeigen lassen. Darüber hinaus ist er verpflichtet, die Schulmensa- Mitarbeiter jährlich zu den betriebsspezifischen Hygienemaßnahmen zu schulen gemäß VO (EG) Nr. 852/2004 Anh. II Kap. XII sowie im Abstand von zwei Jahren die Folgebelehrung § 43 Abs. 4 des Infektionsschutzgesetzes vorzunehmen. Ratsam ist es, die Schulungen zur Lebensmittel- und Infektionshygiene jedoch mindestens einmal jährlich durchzuführen, damit das wichtige Thema Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln präsent bleibt. Mangelnde persönliche Hygiene Gesundheit ist die Voraussetzung für persönliche Hygiene. Mitarbeiter mit Magen- und Darmerkrankungen dürfen nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen und sollen deshalb nicht in einer Küche oder Speisenausgabe tätig sein. Sie könnten gefährliche Keime übertragen, z. B. Noro-Viren. Auch eine fehlende oder unzureichende Handreinigung ist riskant, wenn Lebensmittel im Spiel sind. Kombi- Reinigungsmittel erscheinen praktisch, entfalten ihre Wirkung aber meist erst „Leider denken manche: Mit Küche haben wir nix zu tun. Hygienekontrollen werden viel zu häufig nur als Belastung gesehen.“ Maria Revermann, Hygienespezialistin nach 30 Sekunden. Das ist eine lange Zeit, die in der Praxis kaum jemand einhält. Die zweistufige Reinigung mit Waschen und separater Desinfektion ist deshalb sicherer. Damit das Haar in der Suppe (oder anderswo) keine Chance hat, ist eine Kopfbedeckung wichtig. Verschmutzte Berufskleidung ist nicht nur unappetitlich, auch Verunreinigungen könnten verbreitet werden. Mängel in der Dokumentation Bei ungenügender Prüfung der Ware können Schädlinge und Keime in den Betrieb gelangen. Checklisten erleichtern die sichere Kontrolle der Eingangsware. Das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Verpackung und die Temperatur kühlbedürftiger Waren sollten kontrolliert und dokumentiert werden. Auch Schulen, die „nur“ mit Menüs beliefert werden, müssen Protokoll führen. Nicht nur, Hygiene fördert Ihre Gesundheit www.tork.de Tork, der Experte im Bereich Händehygiene Tork Lehrer- und Übungshefte „Händehygiene expe-rimentell erlernen“ – zur spielerischen Gestaltung des Unterrichts zum Thema Hygiene können Sie unter http://www.tork.de/Service/Download/broschueren/ herunterladen. Sehen Sie hier den Film zum Tork Schulwettbewerb „Zeigt her Eure Hände“: 1/2013 Schulverpflegung 43 Tork_Schüler_HändehygieneV04.indd 1 28.01.2013 16:01:08


Schulverpflegung_01_2013
To see the actual publication please follow the link above