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Schulverpflegung_01_2013

Schwunghafter Schülerandrang Um das Cafeteria- und das Mittagsgeschäft kümmert sich die Be-triebsleiterin Karin Peters mit einem fünfköpfigen Team. Vormit-tags bereiten sie z. B. die frischen Angebote für die Cafeteria vor oder belegen Pizza. Danach gilt es, die beiden Speisenausgaben für das Mittagsgeschäft zu bestücken. Dazu kommen zwei von Rebional zusätzlich installierte mobile Buffets schräg vor die Ausga-be, in denen je zwei Pasta- und Salatvarianten angeboten werden. Der größte Betrieb in der lichtdurchfluteten Schulmensa herrscht „Viele Kinder nehmen von zu Hause nichts mehr mit. Daher bieten wir ihnen hier die Möglichkeit, sich so gesund wie möglich zu ernähren.“ Klaus Richter, Geschäftsführer Rebional montags, mittwochs und donnerstags – an den Tagen mit Ganz-tagsunterricht. Die Nachfrage erhöhen zudem die Schüler und Lehrer der Friedrich-Ebert-Realschule sowie Lehrkräfte des Elisabeth- Lüders-Berufskollegs. „Die Essensausgabe beginnt um 11.30 Uhr und ist bis 15 Uhr möglich“, sagt Karin Peters. Die Schüler wählen aus zwei Tagesmenüs, die aus drei Komponenten bestehen, und von denen eines vegetarisch ist: Das eine ist der „Tipp des Tages“, z. B. Putenschnitzel mit Reis und Brokkoli oder Waldpilzragout mit Spätzle und Salat, das andere ist das „Gut und günstig“-Angebot wie Maultaschen auf Gemüsebett oder Bami-Bratling mit Kartof-feln und Salat. Dieses Angebot kommt auch bei den muslimischen Schülern gut an, die 33 % der Schülerschaft ausmachen. Die Spei-sen werden in der ältesten Bio-Küche Deutschlands in Herdecke produziert und zweimal wöchentlich angeliefert. „Dabei handelt es sich um gekühlte, vakuumierte Sous Vide-Produkte, die regeneriert werden. So ist man in der Lage, bedarfsgerecht auf den schwung-haften Andrang zu reagieren“, erläutert Klaus Richter. Denn: Das Vorbestellverhalten der Schüler variiert stark, und 5. und 6. Klas-sen kommen stoßweise. Die Schüler bestellen das Essen des zweiwöchig im Voraus angelegten Speiseplans online oder am Terminal bis spätestens 18 Uhr am Vortag in der Cafeteria vor. Die Tages-menüs kosten dann 2,90 E und 3,50 E, Spontanesser zahlen 40 ct mehr. Neben dem leckeren Essen kommt bei den Schülern und Leh-rern vor allem das kostenlose Wasserangebot in zwei Varianten an. Eltern kommen zum Essen „Unser Fazit ist positiv. Nach etwas über einem halben Jahr zählen wir an den Ganztags-Tagen 300 Essen“, freut sich Klaus Richter. Um erfolgreich zu sein, gelte es, nicht nur Essen bereitzustellen, sondern die Schüler auch dazu zu animieren, einmal etwas Neues auszupro-bieren. Zudem fördert die Selbstständigkeit am Pasta- und Salatbuf-fet den Spaß der Schüler beim Essen und reduziert die Abfälle. Auch Ursula Möhrle isst mehrmals pro Woche in der Mensa: „Die Mensa ist für Schüler und Lehrer eine Oase im Alltag geworden. Sie genie-ßen das Essen und die Zeit, in denen kein Telefon klingelt und in der man auch mal ein privates Wort wechseln kann. Ich habe sogar schon einige Eltern hier gesehen, die sich vom Essensangebot über-zeugen wollten. Es gab bisher keine Klagen.“ Eine Vision aber hat sie noch: „Kostenloses Schulessen wäre ein Traum und eine wirklich aktive Gesundheitsvorsorge“, resümiert sie. mth Trinkwasserspender für Schulen und Bildungseinrichtungen Die gesunde und praktische Versorgung von Kindern, Schülern und Lehrern. www.ionox.brita.de Individuell gestaltete Geräte-fronten 1/2013 Schulverpflegung 39


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