Weiterbildung: Bildung als Schlüssel

GVmanager_11_2015

Foto: privat „Bildung als Schlüssel“ Weiterbildung Im Gespräch mit Roger Reinholz vom Maria-Martha-Stift der Ev. Diakonie Lindau über die Rolle von Weiterbildung, die Vorteile eines Fernstudiums und berufliche Pläne für seine Zukunft. Wann und wo lernen Sie konkret? Wenn ich frei habe, lerne ich gern morgens, ansonsten meistens abends, wenn die Kinder im Bett sind. Und am liebsten am Esstisch – er ist besonders groß und man kann sich so rich-tig schön breit machen. Doch werde ich dort oft von Familienmitgliedern vertrieben, und muss dann wieder an meinen Schreibtisch ins Schlafzimmer. Wie schätzen Sie Ihre beruflichen Chancen nach der Weiterbildung ein? Wirklich sehr groß und vielschichtig. Mit dem erfolgreichen Bestehen der Weiterbildung zum Küchenmeister, der einem auch den Zu-gang zu einer Hochschule ermöglicht, sind die beruflichen Möglichkeiten, innerhalb und außerhalb der Branche Karriere zu machen und Verantwortung zu übernehmen, sehr groß. Bildung ist der Schlüssel zur Welt und lässt einen auch mal über den eigenen „Topfrand“ hinaus blicken. In unserer Branche und gerade in unserem Betrieb haben Weiterbildungen einen hohen Stellenwert. Unsere Leitung fördert und for-dert Mitarbeitende dabei. Unsere Einrichtung führt ihren Erfolg auch darauf zurück, dass sie bevorzugt das eigene Personal entwickelt und freie Stellen im Leitungsbereich mit Nach-wuchskräften aus den eigenen Reihen be-setzt. Welche Rollen spielen Weiterbildun-gen in der Branche? Wie häufig besteht in Ihrem Betrieb die Mög-lichkeit, eine Weiterbildung wahr-zunehmen? Neben den Fortbildungen, die regelmäßig und über das Jahr verteilt in unserer Einrichtung zu verschiede-nen Themen angeboten werden, erhalten jedes Jahr Mitarbeiter die Möglichkeit, Weiterbildungen zu absol-vieren. So gibt es in allen Bereichen Fachkräfte mit be-sonderen Qualifikationen: Die Küchenleiterin und ich haben z. B. eine Weiterbildung zum Heimkoch (IHK) absolviert. Roger Reinholz, seit 2009 Koch im Maria- Martha-Stift der Ev. Diakonie Lindau, konnte sich im Frühjahr 2015 über das von der Deutschen Hotelakademie (DHA) und vom GVmanager ausgeschriebene Stipendium zum Küchenmeister (DHA) freuen. Welche Motivation er bei der Bewerbung hatte und wie es ihm in seinem Fernstudium ergeht? Wir haben nachgefragt. Herr Reinholz, wie kam es dazu, dass Sie sich für das Stipendium beworben haben? Ich sehe Bildung als den Schlüssel, um die in der Gemeinschaftsverpflegung ständig wach-senden Herausforderungen meistern zu kön-nen. Denn nur wer die komplexen Zusammen-hänge von Planung, Beschaffung, Vermark-tung und Absatz versteht, kann den immer größer werdenden Ansprüchen seiner Gäste und der Gesellschaft gerecht werden. Ohne das dazugehörige Fachwissen wird es zukünftig immer schwerer für Einrichtungen, wirtschaftlich und qualitativ hochwertig zu ar-beiten. So stellt die Weiterbildung für mich und unsere Einrichtung eine große Chance dar. Unsere Heimleiterin Frau Franke hatte mir ge-raten, mich für das DHA-Stipendium zu bewer-ben. Ein berufsbegleitendes Fernstudium stellte für mich eine sehr gute Variante der Weiterbil-dung dar, da ich weiter im Berufsleben bleiben wollte. Für die große Unterstützung unserer Leitung und unseres Team bin ich sehr dankbar. Wie gefällt Ihnen das Studium bislang? Das Studium gefällt mir bislang sehr gut. Der Aufbau der Studienbriefe ist gut strukturiert, das erleichtert das Lernen, und die Webinare sind spannend und die Dozenten fachlich sehr kompetent. Ich bin schon gespannt auf meine erste Präsenzphase. Wie lässt sich das Studium mit Ihrem Beruf und Ihrem Privatleben vereinbaren? Ich habe großes Glück, dass sowohl meine Familie zuhause, als auch meine Arbeitskolle-gen und unsere Leitung im Betrieb mich sehr unterstützen. Meinen Kindern versuche ich zu vermitteln, dass man etwas dafür tun muss, um Ziele zu erreichen und die Herausforderungen mit zunehmendem Alter nicht leichter werden. Ich hoffe, ich kann sie damit motivieren. Haben Sie Pläne für Ihre berufliche Zukunft? Wie sehen diese aus? Erst einmal will ich den Meister schaffen und das bei der DHA erlernte Fachwissen in unse-rem Betrieb einfließen lassen. Damit möchte ich mich auch bei allen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung bedanken. Vielen Dank für das Gespräch! Wie es dem Gewinner des Stipendiums zum Verpflegungsbetriebswirt ergeht, lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben.


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