Jetzt mal ehrlich: Fabian Kubbat

GVmanager_11_2015

11/2015 GVmanager 59 Foto: privat Herr Kubbat, seit Anfang dieses Jahres sind Sie stellvertre-tender Küchenleiter. Was war Ihre erste Reaktion, als Sie von dieser Chance erfahren haben? Ich habe mich sehr über diese Chance und das mir entgegen gebrachte Vertrauen seitens unserer Geschäftsführung sowie des Küchenchefs ge-freut, sodass ich das Angebot auch direkt angenommen habe. Bammel hatte ich vor dieser neuen Aufgabe keinen: Ich habe mir von vornherein zugetraut, diese Position zu bekleiden und natürlich gab mir das gute Gefühl, dass meine beiden Vorgesetzten in mich vertrauen, eine zusätzliche Motivation. Ich glaube sogar, sie wären eher enttäuscht gewesen, wenn ich abgelehnt hätte. Welche Ihrer Eigenschaften könnte dazu beigetragen haben, dass Sie diese Möglichkeit erhalten haben? Natürlich ist es von Vorteil, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits im Be-trieb gearbeitet habe und die Abläufe hier gut kannte, sodass ich nicht komplett neu eingearbeitet werden und somit nur einen Bruchteil der Aufgaben neu lernen musste. Zudem bin ich jemand, der sehr gewissen-haft und mehr als 100 % arbeitet. Man kann sich stets auf mich verlassen. Was wollen Sie in den kommenden Jahren erreichen? Spätestens mit 32 Jahren möchte ich meinen Küchen-meister gemacht haben und eventuell den Ausbil-dungsschein. Jetzt mal ehrlich! Später könnte ich mir auch vorstellen, den Posten des Küchenleiters zu bekleiden. Darüber hinaus bieten wir seit einiger Zeit auch Caterings über unseren Betrieb an, für die wir einen Bankettsaal in einer naheliegenden Burg gemietet haben. Dieses Angebot soll weiter ausgebaut werden. Buffets zuzubereiten ist für mich eine Möglichkeit, den Kochberuf auf einer an-deren Ebene auszuführen, mehr auszuprobieren und mich noch krea-tiver – in Geschmack und Optik der Gerichte – auszuleben. Haben Sie ein Kochvorbild, dem Sie nacheifern? Steffen Henssler und Frank Rosin finde ich toll, auch wenn sie Fernseh-köche sind. Erst in diesem Jahr habe ich sogar in Steffen Hensslers Res-taurant gegessen. Ich mag seine Küche und seine Art, zu kochen – darin ähneln wir uns auch. Das, was er macht, ist auch gar nicht so schwer umsetzbar. Es sind oft nur Kleinigkeiten, wie eine spezielle Note an einer Sauce. Auch die Anrichteweise finde ich klasse, aber das kann ich im Küchenalltag natürlich nur bedingt umsetzen. Frank Rosin ist für mich dagegen ein Typ mit Charakter, unter dem ich gern mal kochen würde. Sind Sie, wenn Sie essen gehen, auch schon mal in einem Fastfood-Restaurant anzutreffen? Die klassischen Fastfood-Restaurants sagen mir nicht zu, auch wenn ich nicht abstreiten will, dass ich nicht doch schon einmal dort lande. Wenn die Wahl auf Fastfood fällt, achte ich schon darauf, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, denn dann bekommt man auch gute Qualität. Wozu greifen Sie eher: Kaffee oder Tee? Zum Kaffee, aber es geht auch ohne. Ich trinke maximal eine Tas-se pro Tag, während wir morgens im Team den Tag besprechen. Und beim Essen? Darf es eher herzhaft oder süß sein? Definitiv herzhaft. Ich könnte z. B. nie an einem Rumpsteak vorbeige-hen – außer vielleicht am Morgen. Ich mag aber auch gern Tortellini in Schinken-Sahnesauce, Leberkäse oder selbstgemachte Hamburger. Mittlerweile ernähre ich mich auch immer mehr vegetarisch – nur beim gemeinsamen Grillen mit Freunden im Sommer will ich nicht auf Fleisch verzichten. Das geht einfach nicht ohne. Herr Kubbat, vielen Dank für das Gespräch! sar Liebe Leser! STECKBRIEF Position: stellvertretender Küchenleiter, Seniorenzentrum Lambertus Alter: 27 Jahre Werdegang: ab 2004 Kochausbildung im Restaurant, Wechsel im 2. Lehrjahr ins Seniorenzentrum Lambertus mit Abschluss in 2008 Essenszahlen: 75 (Bewohner), 150 (Essen auf Rädern), 200 (für 2 Schulen und 7 Kindergärten), 30 (Tagespflege) Speisenangebot: Cook & Serve, Acht-Wochen-Speiseplan, zwei Menüs zur Auswahl, davon eines meist vegetarisch, zusätzlich Salatkarte Wollen auch Sie uns mal „die Meinung sagen“? Melden Sie sich bei uns: (089) 370 60-160, muc@blmedien.de … Fabian Kubbat Seit Anfang des Jahres ist Fabian Kubbat stellvertretender Küchenleiter im Seniorenzentrum Lambertus in Hückelhoven – und das mit gerade einmal 27 Jahren. Wir sprachen mit dem Jungkoch über neue Herausforderungen und berufliche Zukunftspläne.


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