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GVmanager_11_2015

Positive Raumakustik Akustikelemente für Decken, wie es sie z. B. von den Holzwerken Ladenburger oder GKD – Gebr. Kufferath gibt, leisten ebenfalls einen Beitrag zu einer positiven Raumakustik. „In Konzertsälen ist eine hohe Nachhallzeit er-wünscht, damit Töne dramatisch nachklin-gen und die Lautstärke von Orchester und Sängern intensiviert wird“, erklärt Markus Hauber, Betriebsleiter bei den Holzwerken Ladenburger. Dagegen stehe in GV-Betrieben eine Akustik, die der Verständigung dient. „Sie bestimmt sogar den Wohlfühlfaktor derer, die sich in diesen Räumlich-keiten aufhalten.“ Mit StudioLine Plus hat das Unterneh-men deshalb eine Holzvertäfelung ent-wickelt, die mit wenigen Handgriffen nach-träglich an Decken und im oberen Drittel der Wände angebracht wird. Darunter liegt eine Holzfaserdämmplatte, die den Schall im Raum sowie den von außen absorbiert. „70 % des Schalls werden so vernichtet“, konkretisiert Markus Hauber den Effekt. Die Rasterdecken aus dem Hause GKD – Gebr. Kufferath werden aus einem Metallgewebe hergestellt, das mit Mineralwolle und Poly-ester als Dämmstoffen ausgestattet werden kann. „Die Montage ist an jeder tragfähigen Rohdecke mit minimalem Aufwand möglich, genauso wie die Integration von Leuchten und Sprinklern durch werkseitige Zuschnitte“, sagt Hans-Michael Link, Geschäftsbereichsleiter Architekturgewebe der GKD – Gebr. Kuffe-rath. So angebracht, absorbieren die „Silent-mesh“ Akustikdeckensysteme laut Unterneh-men den Nachhall und Schall zu 95 %. Schallschlucker „Die Akustik in einem Raum wird allein schon durch Mobiliar, Deko, Vorhänge etc. ge-dämpft“, wirft Katja Poggiani, Geschäftsfüh-rerin von Vega, ein und ergänzt: „Selbstver-ständlich spielen hier auch die Materialien eine Rolle.“ Das bestätigt auch Prof. Reinhard Grell, Dekan der Hochschule OWL und Gesellschaf-ter Ambiente MACHT DER LEUCHTKRAFT : „Pausen und damit auch das Mittagessen sollen der Erholung dienen, können gleich-zeitig aber auch für fachliche Gespräche und Networking genutzt werden“, sagt Martin Reuter, der bei Osram kundenspezifische Lichtkonzepte entwickelt. Um eine entsprechende Atmosphäre dafür zu bieten, empfiehlt er: „In den Essbereichen sollte die Beleuchtung eine blendfreie Grundbeleuchtung bieten. Tische können durch zusätzliche Lichtquellen optisch aufgewertet werden.“ Das schaffe interessante Kontraste für das Auge. Da Betriebscasinos hauptsächlich zur Mit-tagszeit, der Zeit mit dem größten Tageslichtanteil, genutzt werden, lohnt sich eine tageslichtabhängige Regelung des Lichtes, z. B. Dimmen. „Je nach Raum-tiefe können bis zu 75 % Energie eingespart wer-den“, nennt der Lichtexperte einen Vorteil. Inwieweit trägt das Licht aber tatsächlich zum Wohl-fühlen in der Cafeteria oder dem Betriebsrestaurant bei? „Gutes Licht wird im ersten Moment normaler-weise nicht wahrgenommen, d. h. im Umkehrschluss, dass schlechtes Licht sofort auffällt – meist durch zu hohe Kontraste, indirekte oder direkte Blendung oder durch Flimmern und Flackern“, erklärt Martin Reuter. „Wenn nur einer dieser Fälle auftritt, kann die Stimmung in einem Raum als sehr unan-genehm empfunden werden. Gutes Licht hilft dabei, sich wohlzufühlen“, resümiert er. der Stuhlfabrik Schnieder: „Stoffe schlucken den Schall besser als Kunstleder. Generell gilt: Je größer die Oberfläche eines Stoffes ist, desto besser sind seine schallabsorbierenden Eigen-schaften.“ Strukturierte und hochflorige Stoffe eignen sich gut dafür. Durch die Wahl der richtigen Ausführungen kann man den Geräuschpegel in Mensen und Betriebscasinos ebenfalls minimieren: „So hel-fen z. B. Stühle mit Bezügen oder Schalenstüh-le mit Lochdesign“, nennt Katrin Huber von Kason Beispiele. Gepolsterte Bänke können gleichzeitig die Funktion eines Raumteilers ha-ben – „dann bietet es sich an, auch die Rück-bänke zu polstern“, rät Prof. Reinhard Grell. Je höher dabei der Rücken, desto besser ist auch der Effekt auf die Akustik. Um den Geräusch-pegel in einem erträglichen Rahmen zu halten, empfiehlt Tina Hericke von Go In, teflonbe-schichtete Bodengleiter an den Stuhlbeinen. „Das Stuhlmodell Quorum hat zudem große Stapelpuffer unter dem Sitz. Auch sie tragen zu einer Geräuschdämmung bei.“ Die Anord-nung der Möbel in Nischen oder kleineren Sitzgruppen können laut Tina Hericke ebenso eine Verringerung der Lautstärke erzielen. Möbel mit harten Oberflächen, wie Tische, nicht ausschließlich parallel zueinander aufzustellen, sei sinnvoll. Katja Poggiani von Vega empfiehlt, diese lieber auch im Winkel zu platzieren, ggf. auch mit Abtrennsystemen dazwischen, da so die Schallwellen besser brechen können. Prof. Reinhard Grell weist zudem darauf hin, dass es bei Tischen generell die Möglichkeit gibt, die Unterseite der Tischplatte mit absorbierenden Schäumen zu versehen. Auf diese Weise ist eine „ruhige“ Gestaltung möglich, in der sich die Gäste (lange) wohlfühlen. sar Foto: Osram 11 /2015 GVmanager 57 Innen grün www.kombidaempfer- exicombi.de Auch die inneren Werte zählen: Für eine grüne Ökobilanz! Außen grün dreifach verglaste Garraumtür Wärmetauscher Verbrauchsanzeige GreenInside


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