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Fotos: Retigo Technik das Reiniger und Klarspüler beinhaltet, auf dem Boden des Garraums. Ein Vorteil bei der Verwendung von Pulver sei, dass „sich Mit-tel in Pulverform schneller auflösen als z. B. Reiniger in fester Form und sofort wirken können“. Auch falle der Einsatz zusätzlicher baulicher Teile wie Pumpen weg, die bei Systemen mit Flüssigreinigern in Kanistern zum Einsatz kommen. Das wieder-um erzeuge keine zusätzlichen Anfälligkeiten für technische Fehler. WaveClean heißt das automatische Reini-gungssystem für die Kombidämpfer von MKN. Dafür nutzen Anwender die sogenannte Two-in-one-Kartusche, die Klarspüler und Rei-niger enthält. Per Umwälzsystem werden die Mittel im gesamten Garraum verteilt und kom-men so, laut Anja Halbauer, vom Marketing bei MKN, „bis in die kleinste Ecke“. Das Rei-nigungssystem der Geräte von Palux arbeitet dem Verschmutzungsgrad des Geräts ange-passt in drei Stufen. Wählbar sind zudem eine Quickausspülfunktion oder ein manuelles Rei-nigungsprogramm. Im Unterschied zu den an-deren Herstellern bietet Palux seinen Kunden sowohl einen Feststoff- als auch einen Flüssigreiniger an. „Die Entscheidung für ein System ist abhängig von Planung, Platz- ierung und Mobilität des Gerätes sowie von der Kostensitu-ation“, erklärt Paul Mayser, Marketinglei-tung bei Palux. Wahl der Systeme Einen dualen Weg beschreitet man bei Convotherm: Die Kombi-dämpfer der Convotherm 4-Geräteserie bieten (op-tional) eine vollautomati-sche Reinigung. Bei den Systemen ConvoClean und ConvoClean+ kann der Anwender zwischen Kanis-ter- und Einzeldosierung wählen – je nach Ein-satzintensität des Chemikalien direkte Dosierung Hygiene wirtschaftlich Kombidämpfers. „Die Kanisterdosierung ist die sicherste und einfachste Reinigung für Geräte, die stark im Betrieb sind, vor allem Stand- geräte“, erläutert Hans-Werner Schmidt, Ge-schäftsführer von Manitowoc Deutschland, und ergänzt: „Die Einzeldosierung ist dann von Vorteil, wenn kein Platz für Kanister zur Verfügung steht.“ Zwei Möglichkeiten der Reinigung bietet auch Küppersbusch bei seinen ConvectAir-Heißluft-dämpfern an. Bei den Professional-Modellen ist das vollautomatische Reinigungsprogramm TurboDrive standardmäßig verbaut, bei den ConvectAir-Expert-Modellen ein semiauto-matisches System; auf Wunsch aber auch das vollautomatische. TurboDrive bietet fünf Rei-nigungsprogramme, die auf die Einsatzinten-sität abgestimmt sind. Zum Einsatz kommt der 2-in-1-Flüssigreiniger ConvectCleanPlus. Umgang mit Chemikalien Bei den Empfehlungen für den Umgang mit den Reinigungsmitteln setzt Palux auf beson-dere Schutzmaßnahmen für die Anwender und rät zur Verwendung von Schutzbrille, -handschuhen und -kleidung. Retigo emp-fiehlt bei der Anwendung des Reinigungspul-vers Active Cleaner ebenfalls Schutzkleidung zu tragen, um einen Kontakt mit der Haut zu vermeiden. Laut Janine Kühn arbeitet der Her-steller jedoch bereits an einer berührungslosen Alternative, bei der das Reinigungspulver in verschlossenen Beuteln in den Garraum gege-ben wird, sodass – auch ohne Handschuhe – kein Hautkontakt entstehen kann. Im Hause Eloma sind die Kanister mit Multi- Clean-Spezialreiniger und -Klarspüler direkt mit den Geräten verbunden. „Das Umfüllen und die umständliche Handhabung von Kar-tuschen und Tabs entfällt also. Für den Be-nutzer bedeutet das maximale Sicherheit und Gesundheitsschutz, denn der direkte Kontakt mit schädlicher Reinigungschemie wird kom-plett vermieden“, resümiert Brigitte Grad, Senior Marketing Managerin bei Eloma, die Vorteile des Systems autoclean®MT. Den direk-ten Kontakt mit den Reinigern vermeidet MKN hingegen durch eine versiegelte Wachsschicht auf den Kartuschen. „Eine besondere Schutz-kleidung oder Handschuhe sind damit nicht nötig“, erklärt Anja Halbauer. Sauberer Vertrieb Weitgehend einheitlich sind die Wege, über welche die Kombidämpfer-Hersteller ihre Rei-nigungsmittel vertreiben. Entweder bieten sie Tabs, Kanister, Packungen oder Tüten selber an oder bringen die Mittel über feste Handels-partner in die Küche. Die Gründe für die enge Verzahnung von Geräten und Reinigungs-systemen liegen für die Unternehmen auf der Hand. Am Beispiel von Rational bedeutet das z. B.: Die Rei-niger- und Pflegetabs sind speziell für die Rational- Geräte entwi-ckelt worden. Außerdem seien die Fachpartner von Rational „häufig in den Küchen der Kunden und können die Versor-gung sicherstellen“, ver-sichert Gerhard Kramer. Garantie auf der Kippe Was passiert allerdings, wenn Anwender nicht die unternehmenseigenen Reinigungsmittel verwenden wollen und auf Fremdprodukte setzen? Entscheidender Vorteil der „eigenen“ Produkte: Sie sind auf die Technik abgestimmt. So ist z. B. der Active Cleaner vor allem hin-automatisch „Die Entscheidung für ein System ist abhängig von Planung, Platzierung und Mobilität des Gerätes sowie von der Kostensituation.“ Paul Mayser 52 GVmanager 11 /2015


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