Interview: Auf Eis gelegt

GVmanager_11_2015

Fotos: MenüMobil Klinik & Heim Auf Eis gelegt Als innovativer Problemlöser für die Speisenverteilung in Seniorenheimen, Krankenhäusern und in der Außer- Haus-Verpflegung in Form von Essen auf Rädern sieht sich das Unternehmen Menü- Mobil. Es entwickelte sich vom Hersteller von Speisentransportboxen hin zu einem Spezia-listen in der Speisenlogistik/-verteilung. Seit mehr als 26 Jahren versorgt das Unterneh-men die Branche mit entsprechenden Speisen-verteil- Lösungen und setzt dabei auch immer wieder neue Impulse, in Form neuer Geräte sowie Weiterentwicklungen des bestehenden Sortiments. Die Redaktion sprach mit Josef Draxl, dem Geschäftsführer von MenüMobil, über aktuelle Projekte. Herr Draxl, gibt es in Ihrem Hause zurzeit neue Entwicklungen im Bereich der Speisen-verteilung? Eine Neuentwicklung gibt es hinsichtlich der Kühlungsmethode. Wie viele angeblich beste Kühlsysteme bei der Speisenverteilung in der Gemeinschaftsverpflegung der letzten 20 Jahre hat es schon gegeben? Die aktive Kühlung mit Aggregat in jedem Stationswagen, die Zeolith- Kühlung – die in der Praxis fast nicht umsetz-bar ist –, die Peltier-Kühlung, die Kühlung mit CO2 (Trockeneis), Flow-Eis und schlussendlich eutektischer Platten, die in den Wagen eingeschoben werden. Vonseiten der Industrie wurde mit all diesen genannten Kühl-möglichkeiten getestet, produ-ziert und verkauft, aber diese bereits bekannten Kühlmög-lichkeiten haben mehr Nach-teile als Vorteile. Wie so oft im Leben versuchen sich alle an den komplizierten Lösungen; an die einfachste Lösung denkt eigentlich keiner. Wie sieht diese Lösung aus? Die einfachste Lösung dafür lautet Crushed Ice. Techniker des Unternehmens Hupfer hatten den Geistesblitz, unse-re Tablett-Transportwagen für das System Contactline mit Crushed Ice zu kühlen. Mit dieser Idee im Hinterkopf sind wird dann mit unserem Kooperationspartner Hupfer ans Werk gegangen und ha-ben die Kühlung mittels Crushed Ice zur Serienreife entwickelt. Das Resultat: In den Tablett-Transportwagen – seien sie beheizt oder unbeheizt – sind eine schräg zur Mitte nach un-ten verlaufende Wanne und darunter ein Rippen-kühlkörper zwischen dem Dach und dem Tablettraum eingebaut. Die vollver-schweißte Mittelwand des Tablett-Transportwagens nimmt auch im oberen Drit-tel noch Crushed Ice auf. In die Wanne am Wagendach werden, je nach Wagengrö-ße und Kühldauer, 10 bis 15 kg Crushed Ice einge-füllt. Damit ist eine Kühlung des Wagens bzw. der Kalt-komponenten von bis zu 24 Stunden gewährleistet. Die Entleerung des Schmelz-wassers erfolgt über einen am Wagenboden ange-brachten Ablasshahn. Inwieweit ist die Konstruk-tion der Transportwagen verändert worden, um die neue Form der Kühlung unterzubringen? Die Konstruktion des Wagens musste verän- Dass sich Crushed Ice nicht nur gut in einem Drink macht, sondern auch zu einer optimalen Speisenverteilung in Kliniken und Seniorenheimen beiträgt, zeigt MenüMobil mit einer neuen Kühlung. Mehr dazu hat der Geschäftsführer Josef Draxl im Gespräch verraten. „Die Zukunft der Patienten- und Seniorenverpflegung wird sich weiterhin auf Zentralküchen konzentrieren.“ Josef Draxl 42 GVmanager 11 /2015


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