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GVmanager_11_2015

klärt er weiter. Im Gespräch mit ihm wird deutlich, warum der Großhändler Trans-gourmet und seine Marke „Ursprung“ in ihm einen Geschäftspartner finden, bei dem ethische Grundsätze in der Lebensmittelproduktion nicht nur leere Marketing-Versprechen sind, sondern bereits bei der Züchtung, Haltung und Schlachtung der Tiere, tagtäglich Anwendung finden. „Der schonende Umgang mit dem Rohstoff Fleisch und die Herstellung guter Produkte in handwerk-licher Qualität von einem familiären Unter-nehmen waren Gründe dafür, mit Albfood zu arbeiten“, bestätigt auch Christina Peukert, Junior Category Managerin Geflügel, Fleisch-convenience bei Transgourmet. Abseits der industriellen Großschlachterbetriebe führt Albfood zwischen 30 und 50 Schweine „Als Handwerksbetrieb produzieren wir Chargen mit 150 oder 300 kg. Das ermöglicht uns, flexibel und kurzfristig auf Kundenwünsche zu reagieren.“ Alexander Siedler und Rinder wöchentlich auf die Schlachtbank. Geflügel wird zugekauft. „Die Verarbeitung von 100 % frischem Fleisch ist einer unserer Qualitätsmerkmale”, ergänzt Alexander Sied-ler. Ethische Verantwortung bei der Fleisch-produktion ist beim Transgourmet-Lieferan-ten Albfood oberste Prämisse. Bereits seit 25 Jahren ist das gewachsene, aber boden-ständige Unternehmen z. B. Bioland-Partner. „Also nicht erst seit fünf oder zehn Jahren, in denen beim Thema ,Bio‘ alle ,Hurra‘ schrei-en”, betont Alexander Siedler. Begonnen hat der Vertrauensbeweis in bio-zertifizierte Hal-tung und Verarbeitung von Tieren mit der Belieferung des Studierendenwerks Tübingen, das seit Anfang der 1990er-Jahre Fleisch in Bio-Qualität verwendet. Hauptsache allergenfrei Die Nachfrage nach Qualitätsfleisch und zu-satzstofffreier Wurst stieg in den letzten Jahren stetig, während die Lieferportionen parallel dazu kleiner wurden. „Als Handwerksbetrieb produzieren wir Chargen mit 150 oder 300 kg und keine Großgebinde mit einer Tonne. Das ermöglicht uns, flexibel auf kurzfristige Kundenwünsche zu reagieren.” Gastrono-miebetriebe, Hotels, Lebensmittelketten und Großhändler wie Transgourmet passten sich in den letzten Jahren dem veränderten Ver-braucherbewusstsein an und setzen verstärkt auf regionale Fleisch- und Wurstprodukte. Ein wachsender Trend, der mittelständischen Qualitätsfleischfabrikanten wie Albfood neue Absatzmärkte erschloss. „Transgourmet wurde durch die hauptallergenfreien Inhaltsstoffe in unseren Produkten auf uns aufmerksam”, erklärt Alexander Siedler. Auf der Transgourmet-Messe zurrte er den Deal fest, „denn die ,Ursprungs-Geschichte‘ mit Tierschutz-Label entspricht unseren Vor-stellungen als Metzgerei und Schlachterei-betrieb”. Das Tierschutz-Label wird gegen-über der Bio-Zertifizierung nach strengeren und tiefergehenden Auflagen vergeben. „Der Transportweg unserer Schlachtviehlieferungen darf z. B. nicht mehr als 200 km betragen, was durch unser Lieferantennetzwerk garantiert ist. Die Bauernhöfe, von denen wir die Tiere be-kommen, liegen so nah, dass die Bauern ihr Vieh fast zu Fuß nach Gruol treiben können.” Der Tierschutz hört aber nicht dann auf, wenn die Tiere ihren Stall verlassen. „Die Tiere wer-den bei der Ankunft am Schlachthaus nicht gleich getötet, sondern in einer Bestallung erst gefüttert und mit Wasser versorgt. So versu-chen wir den Stresspegel vor dem Schlachten so gering wie möglich zu halten”, betont er. Neben der geschmackli-chen Komponente und dem „guten Gewissen” beim Verzehr der Pro-dukte, berücksichtigt der Unternehmer mit seiner Firmenphilosophie auch die gesundheitlichen Aspekte der Konsumenten: „Wir verarbeiten unsere geschlachteten Schweine und Rinder zu Produkten ohne die 14 Hauptallergene sowie Geschmacksverstärker.” Ware mit Persönlichkeit Dass Albfood die anonyme Massenproduktion fern ist, spiegelt sich auch in der Benennung der Sortimentsware für die Abnehmer wie Transgourmet wider. So werden die einzelnen Reihen im Produktkatalog nicht klassisch mit Nummerncodes ausgezeichnet, sondern ha-ben Namen, die aus den Märchen von Wil-helm Busch stammen. „Der Gedanke kam uns bei der Verpackung von unseren ,Wurst- Rennern‘ wie der Teewurst. Die rötliche Farbe der Wurst erinnerte uns an Wilhelm Buschs Kunstfigur Moritz und dessen Haarfarbe aus der Geschichte um Max und Moritz.” Albfoods Sympathie als fleischverarbeiten-des Unternehmen fängt beim ethischen „Ur-sprungs- Gedanken” an, geht über die verant-wortungsvollen Produktionsmethoden und mündet im persönlichen Geschäftsverhältnis mit ihren Kunden. Der etwas mühsame Weg nach Haigerloch-Gruol offenbart nicht nur eine Liebe zur Natur, sondern vor allem auch die zum Tier. In ursprünglichen Strukturen ist das moderne Ernährungsbewusstsein schon längst angekommen. Damit sich dieser Prozess auch auf den Tellern der Konsumenten noch stärker widerspiegelt, bedarf es weiteren Ver-triebskonzepten wie die der Marke „Ursprung” von Transgourmet. lau 30 Jahre 1985 - 2015 30 Jahre Erfahrung. 30 Jahre Tradition. 30 Jahre Hausmannskost. Ihr KAISER SCHMARRN PROFI Flaumiger Kaiserschmarrn - wie handgerissen - mit und ohne Rosinen Meisterfrostprodukte sind im Tiefkühl-Fachgroßhandel erhältlich. Gerne leiten wir Ihre Anfrage unseren Vertriebspartnern in Deutschland weiter. Infos: verkauf@meisterfrost.at T: +43 (0)3357 43 770 www.meisterfrost.at


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