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Fotos: Iseco sammen, die den Vergleichstest erfolgreich absolviert hatte. Thomas Ebbrecht und Christian Meurer schulten jede Gruppe, waren bei jeder ersten Ausgabe mit den neuen Wagen vor Ort und standen danach als „Trainier on the Job“ zur Verfügung. Startprobleme? Gab es in der Anlaufphase Probleme? Der Leiter Be-triebs- und Gebäudemanagement Thomas Rossbach nickt und berichtet: „Im ersten Monat lief erwartungs-gemäß noch nicht alles rund. Manche Speisen kamen nicht optimal in die Häuser, vereinzelt gab es logisti-sche Probleme. Alle Beteiligten standen aber in dieser Projektphase in einem besonders engen Dialog mitei-nander und lösten diese Anlaufschwierigkeiten zügig.“ Und was geschieht, wenn es in der Küche einmal eine Betriebsunterbrechung geben sollte? „Dann greift ein Notfallplan“, berichtet der Catering-Unternehmer Michael Eberhardt. „Wir verlegen die Produktion in einen anderen Betrieb mit einer entsprechenden Ka-pazitätsreserve“, konkretisiert er die Notfallpläne. Da-rüber hinaus gibt es in jedem Haus der APH Wupper-tal einen Sicherheitsbestand an Nahrungsmitteln, mit welchem zumindest 24 Stunden überbrückt werden können – etwas, das heute nicht mehr in jeder Groß-küche selbstverständlich ist. 3 FRAGEN AN … ...Michael Eberhardt, geschäfts führender Gesellschafter von Michael Eberhardt Catering Auf welcher wirtschaftlichen Basis kooperieren Sie mit den Alten- und Altenpflegeheimen APH? Der Vertrag mit APH äuft drei Jahre mit der Option, ihn weitere zwei Jahre zu verlängern. Wir sind Leasingnehmer und Investor, wir verantworten die Amortisation ...Thomas Rossbach, Leiter Betriebs- & Gebäudemanage-ment der APH Wuppertal Sie haben gut gekocht, warum wollten Sie etwas verändern? Unser Küchenchef hat sehr gut gekocht, aber der Verteilprozess nach dem Kochen strapazierte die Qualität seines Essens. Das wollten wir ändern – mit ihm als Experten. Unsere Bewohner sollten Gerich-te erhalten, die qualitativ seinen frisch gekochten Menüs vor der Verteilung ebenbürtig sind. der Wagen. Der Leasingvertrag war für uns kein Problem − wir sind seit 25 Jahren erfolgreich auf dem Markt. Welches Risiko tragen Sie? Die Mindestlaufzeit des Vertrags sichert die Basisamortisation. Da wir die Wagen in nahezu allen anderen Geschäftsfeldern unseres Unternehmens einsetzen können, ist das Gesamtrisiko unternehme-risch vertretbar. Wie sollte das gehen? Mithilfe von Cook & Chill. Das System überzeugte uns sensorisch und nährwertbezogen, aber auch hygienisch sowie logistisch. Die Übertragung auf unsere Wohn-bereiche war allerdings schwierig, denn wir wollten die Speisen vor Ort gekühlt lagern, regenerieren bzw. fertig garen und ausgeben, aber nicht selbst investieren. Des-halb haben wir Partner gesucht, mit denen wir gemeinsam eine absolut faire und tragfähige Lö-sung erarbeiten konnten. Bieten Ihnen die Regenerierwa-gen Serelis von Iseco neue Markt-chancen? Ja, wir werden mit Serelis weitere innovative, hochwirtschaftliche Ausgabekonzepte entwickeln und unsere Position nicht nur im Care-Catering weiter ausbauen. Hinzu kommt, dass uns bereits erste Anfragen von Schulen und anderen Altenpflegeheimen vor-liegen. Danke für das Gespräch! Ohne eigene Investition eine fai-re, tragfähige Lösung? Ja, das haben wir realisiert, auch wenn es auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich erscheint. Wir als APH wollten die Investition nicht selbst tätigen, sondern auf einen Partner verlagern, dem wir aber eine faire Möglichkeit boten, sie wirtschaftlich abzusichern und zu amortisieren. Der Schlüssel dazu war die Laufzeit des Ver-trags, die wir entsprechend aus-gelegt haben. Danke für das Gespräch! Seniorenverpflegung Aus Qualitätsgründen wird das Essen für die Altenpflegeheime der Stadt Wuppertal nun zentral per Cook & Chill statt dezentral per Cook & Serve produziert. Die Qualität bis zum Gast sichern Speisenverteil- und Regenerierwagen mit Thermokontakttechnik. 46 GVmanager 10/2014


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