Page 43

GVmanager_10_2014

Fotos: men der Pilotierung sollen hier Lösungsansätze durch Vernetzung erprobt und evaluiert wer-den. Durch die interdisziplinäre Zusammenset-zung der Forschergruppe und die Kooperation mit Wissenschaftlerinnen der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg sollen die Bedürfnisse der Zielgruppe und die Versorgungsstrukturen ermittelt werden. Das praxisorientierte Konzept muss sich gegen die vielerorts zu beobachtende Schieflage im Preis- Leistungs-Verhältnis von „Menübringdiensten“, dem „Essen auf Rädern“, durchsetzen. Es geht um ein Innovationsbeispiel für Kooperationen zwischen kommunaler Gesundheits- und Ca-teringwirtschaft bzw. dem Lebensmittelhan-del. Anhand von hemmenden und fördernden Faktoren soll dargestellt werden, wie die DGE-Qualitätsstandards für das „Essen auf Rädern“ in die Praxis umgesetzt werden können. Das Verpflegungskonzept mit digitaler Ernährungs- und Einkaufsassistenz soll so ausgestaltet sein, dass Kosten optimiert, kulinarische und ge-sundheitsfördernde Ansprüche integriert und möglichst niedrige Emissionen in der gesam-ten Wertschöpfungskette erzeugt werden. Welchen Stellenwert hat dabei die Technik? Es geht um die Entwicklung, prototypische Umsetzung und Evaluierung eines Gesamtan-satzes, der Maßnahmen der Versorgung mit Gütern des täglichen Ernährungsbedarfs in Verbindung mit präventiven Gesundheitsmaß-nahmen und haushaltsnahen Dienstleistungen strategisch bündelt und dabei die Möglich-keiten der digitalen Technik seniorensensibel integriert. Die Forschungsidee: Über einen barrierefreien Touchscreen kann das Gericht, das Lebensmittel oder der Artikel im Internet oder via Tablet bzw. Smartphone ausgewählt und bestellt werden. Alle Bestellungen und sonstigen Eingaben z. B. durch den Pflege-dienst, den Hausarzt oder Angehörige werden kontinuierlich mit den im System hinterlegten individuellen Ernährungsanforderungen abge-glichen und über eine Ernährungssoftware mit den in den vergangenen Tagen konsumierten Lebensmitteln (Food Frequency) verrechnet. So können auf Wunsch diätetische Defizite bei den einzelnen Senioren identifiziert und mit in-dividualisierten Empfehlungen zur Lebensmit-telauswahl oder dem Mobilitätsfaktor positiv gegengesteuert werden. Letztlich geht es um Seniorenverpflegung eine Balance zwischen der Selbsthilfe und einer professionellen Unterstützung. Herzlichen Dank für das Gespräch! lan Als Kooperationspartner des GVmanager vermittelt der Berufsverband Oeco-trophologie e.V. (VDOE) Experten für redaktionelle Beiträge, um das ernäh-rungs- und haushaltswissenschaftliche Fachwissen seiner Mitglieder in die GV zu tragen. Für die Richtigkeit der Beiträge übernimmt der VDOE keinerlei Gewähr. Der Verband vertritt die berufs-politischen Interessen seiner rund 4.200 Mitglieder aus allen Fachbereichen der Oecotrophologie, Haushalts- und Ernäh-rungswissenschaft. Er arbeitet unabhän-gig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Zwecke. www.vdoe.de Wie das Projektziel im Detail erreicht werden soll und welche „Risiken“ mitspielen, lesen Sie online: www.gastroinfoportal.de/hagspihl. AUFBAUNAHRUNG FÜR STABILEN BLUTZUCKERSPIEGEL Jo NOVA bietet eine geschmacksneutrale Aufbaunahrung zur Anreicherung von Speisen an, die auf Isomaltulose basiert, einem Zucker mit sehr niedrigem glykämischen Index – also ideal für Senioren und Diabetiker. Isomaltulose wird aus der Zuckerrübe gewonnen. Genau wie Saccharose besteht Iso-maltulose aus Fruktose und Glukose. Der entscheidende Unterschied zum normalen MUSTER Zucker: die beiden Monosaccharide sind stärker miteinander verbunden. Erst wenn diese Bindung getrennt wurde, können Fruktose und Glukose in Energie umgewandelt werden. Gelangt Glukose dagegen schnell ins Blut, wie bei der Verstoffwechselung von Zucker, steigt der Blutzuckerspiegel rasch an, was für den Körper problematisch werden kann. Er versucht dem Anstieg folglich mittels Insulinausschüttung entgegenzusteuern. Glu-kose steht dann aber nicht mehr direkt zur Energiegewinnung zur Verfügung und erneu-ter Hunger oder Unterzuckerung sind die Folgen. Diese Verstoffwechselung findet bei Isomaltulose wesentlich langsamer statt, sodass die glykämische Wirkung sehr niedrig ist und die Glukose dem Körper über einen län-geren Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Zum Vergleich: Haushaltszucker hat einen glykämischen Index (GI) von 70, Maltodextrin einen von 105 und Isomaltulose einen sehr niedrigen GI von 32. Trotzdem wird Isomaltulose wie Zucker auch voll verstoffwechselt und weist deshalb denselben kalorischen Wert von 4 kcal/g auf, gerade für die Speisenanreicherung wich-tig. Folglich ist Isomaltulose für die spezielle Ernährung von Älteren, Diabetikern, Un-tergewichtigen und Mangelernährten geeignet. Mittels der Pulvernahrung lässt sich vor allem passierte Kost erheblich mit Nährstoffen anreichern. Ein gehäufter Esslöffel, ca. 30 g, hat ca. 660 kJ bzw. 150 kcal. 100 g Pulver liefern 2.197 kJ, 20,2 g Eiweiß, 44,3 g Kohlenhydrate und 29,6 g Fett. www.jonova.de ANZEIGE


GVmanager_10_2014
To see the actual publication please follow the link above