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GVmanager_06_07_2016

SEMINARTIPP Sie wollen mehr über Palliativ Care er-fahren? Ein Seminar zur Thematik mit Dr. Maria Bullermann-Benend findet am 11. und 12. November 2016 statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.freiraum-seminare.de Als Kooperations-partner des GVmanager vermittelt der BerufsVerband Oecotrophologie e.V. (VDOE) Experten für redaktionelle Bei-träge, um das ernährungs- und haus-haltswissenschaftliche Fachwissen seiner Mitglieder in die GV zu tragen. Für die Richtigkeit der Beiträge über-nimmt der VDOE keinerlei Gewähr. Der Verband vertritt die berufspolitischen Interessen seiner rund 4.200 Mitglieder aus allen Fachbereichen der Oecotro-phologie, Haushalts- und Ernährungs-wissenschaft. Er arbeitet unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Zwecke. www.vdoe.de (Wunschkost) für den Patienten bestellt wer-den können, hilft enorm oder auch, dass die Angehörigen in der Stationsküche Raum haben, etwas selbst zuzubereiten und Le-bensmittel zu lagern. Allerdings muss sich die Küche auch darüber bewusst sein, dass ein gewünschter Schokopudding eventuell nicht verzehrt wird, weil der Patient dann doch keinen Appetit mehr hat. Das sorgt in der Küche auf der einen Seite für Frust, obwohl es vom Patienten trotzdem sehr geschätzt wird. Manchmal genügt es eben, das Leib- gericht nur zu riechen oder lediglich eine kleine Menge davon zu kosten. Gibt es Beispiele für Ernährungslösungen aus Ihrem Alltag, die Sie nennen können? Ich wurde einmal mit der folgenden Anfrage kontaktiert: Eine Patientin habe voraussichtlich noch ein paar Wochen zu leben, könne aber nicht mehr verdauen. Das Wenige, was sie zu sich nahm, wurde deshalb über eine PEG-Sonde abgeleitet. In den letzten zehn Tagen wünschte die Patientin nur noch Kakao. Das Milchgetränk verstopfte jedoch regelmäßig die ableitende Sonde wegen der physiolo-gischen Reaktion des Ausflockens durch die Magensäure. Man wollte der Patientin diesen Wunsch mög-lichst nicht verwehren und so habe ich nach einer Milch gesucht, die möglichst wenig Eiweiß enthält und mit Reismilch dann die Lösung gefunden. In Ihrem Beruf sind Sie verschiedenen Schick-salen ausgesetzt. Haben Sie keine Berührungs-ängste? Nein, die habe ich selten bis gar nicht. Das hängt sicherlich auch mit meiner rheinischen kann, gilt es herauszufin-den, wie die Wunschkost aussehen soll oder ob die Nahrungsaufnahme überhaupt dem Wunsch des Patienten entspricht. Zeichen dafür können z. B. sein, dass jemand den Mund beim Anreichen der Speisen fest zukneift, sich vom Essen wegdreht oder sogar ver-sucht, die Magensonde zu ziehen. Es gibt keine Standardlösung, sondern nur ganz „Es geht immer darum, den Patienten in seinem Willen zu unterstützen.“ individuelle Herangehensweisen, zugeschnit-ten auf die Wünsche des jeweiligen Patienten. Das klingt nach täglichen Herausforderungen. Was muss man bei Ihrer Arbeit von vornherein mitbringen? Zunächst benötigt man ein Grundwissen und eine Haltung zu Tod und Sterben, und man muss für sich selbst herausfinden, ob man sich der Aufgabe der Palliativversorgung ge-wachsen fühlt. Hinzu kommt eine Liebe zu Lebensmitteln sowie Kreativität und Fantasie im Umgang mit diesen, z. B. wird eine Astro-nautenkost meistens lieber verzehrt, wenn sie eisgekühlt mit einem Strohhalm serviert wird, statt sie lauwarm zu löffeln. Wie kann die Krankenhausküche Sie bei der Palliativversorgung unterstützen? Die Möglichkeit, dass spezielle Gerichte Frohnatur sowie meinem christlichen Glauben zusammen und damit, dass mich diese Auf-gabe zutiefst erfüllt und beschenkt. Frau Dr. Bullermann-Benend, herzlichen Dank für das Gespräch! sar Seit 13.12.2014 muss laut der EU-Verordnung Nr. 1169/2011 bei allen losen Produkten und Gerichten, die zum sofortigen Verzehr angeboten werden, über die enthaltenen Allergene informiert werden. Unser Handbuch „Achtung Allergene“ klärt auf!  Fachinformationen Wie gelingt eine übersichtliche Allergenkennzeichnung? Wie sieht ein allumfassendes Allergenmanagement im Betrieb aus? Welche Chancen bietet die neue Lebensmittelinformationsverordnung?  Checklisten  Tipps Umfangreiches Adressenverzeichnis: Welche Unternehmen bieten Unterstützung? Wer liefert was?  Die wichtigsten Unternehmen auf einen Blick E-Paper: 16 €, Printausgabe: 18 € (inkl. MwSt) B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG  Ridlerstr. 37  80339 München  muc@blmedien.de  www.gastroinfoportal.de Fotos: © Coloures-Pic - Fotolia.com; © Les Cunliffe - Fotolia.com Interview


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