Food - Convenience: Must have für Profis

GVmanager_06_07_2016

Fotos: FrieslandCampina Foodservice/Debic, privat Convenience Frisch für Sie gekocht! – eine Aussage, die beim auswärtigen Essen bei den Tischgästen immer gut ankommt – vor allem, wenn das Kochtalent bei einem selbst nicht über Spiegeleier oder eine Brotzeit hin-ausgeht. Wird es doch einmal extravaganter auf dem heimischen Teller könnte dahinter ein Fertigprodukt aus der Lebensmittelindus-trie stecken: Bei wem landet schon nicht zwischendurch mal eine Tiefkühlpizza oder ein Pesto aus dem Glas auf dem Teller? Dass in Profiküchen – egal, ob in Kranken-häusern, Seniorenheimen, Betrieben oder der Hochschule – alles, von klein auf frisch gekocht wird, ist in der Reali-tät gar nicht möglich. „Der Convenience-Markt wächst stetig. Gründe dafür sind ein hoher Zeit- und Kostendruck in den Betrie-ben der Gemeinschaftsverpflegung“, nennt Eric Eiser, Leitung Marketing von Friesland- Campina Foodservice, Gründe dafür. Längst nicht mehr nur aus Bequemlichkeit greifen Küchenteams deshalb auf vorgefertigte Pro-dukte zurück. Denn Convenience-Produkte sind in Profiküchen nicht verpönt, sondern eine erstklassige Hilfestellung. „Das Image der Convenience-Produkte hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, zumal die Küchenprofis mit etwas Geschick und ein paar Handgriffen aus den Grundprodukten individuelle, neue Gerichte entwickeln“, er-klärt Thorsten Dammert, Leiter Fachberatung von Dr. Oetker Professional. Auch Markus Müller, Brand-Manager Food Service von Hügli, bekräftigt: „Die Akzeptanz ist in den letzten Jahren eher gestiegen. Seit praktisch keine Zusatzstoffe mehr verwendet werden, haben Convenience-Produkte ein besseres Image als in der geschmacksverstärkenden Vergangenheit.“ Imagewandel „Das Problem sind immer wieder die Begriff-lichkeiten. Convenience wird als Begriff für alles genutzt“, betont Sebastian Beckert, Cu-linary Fachberater bei Unilever Food Solutions, und ergänzt: „Von der nicht selbst gemolke-nen Milch bis zum Fertigprodukt. Das sollte differenziert werden.“ Fertige, außer Haus her-gestellte Komponenten sind aus seiner Sicht nicht verpönt. „Wir sprechen auch nicht mehr von der Industrie, die Produkte aus dem Che-miebaukasten zusammenstellt.“ Auch Eric Eiser betont, dass es Unterschiede bei Convenience-Produkten gibt – sei es bei der Qualität, im Geschmack oder beim Hand-ling. Das einfache Handling, der Geschmack wie hausgemacht und die Zeitersparnis bei der Verwendung der Dessertbasen von Debic seien nur einige Gründe, warum die Akzep-tanz und Wertschätzung der Convenience- Produkte bei den Profi-Anwendern hoch ist, erklärt er. „Immer mehr Küchenchefs sind auf hochwertige Convenience-Produkte angewie-sen“, schlussfolgert Thorsten Dammert, Leiter Fachberatung von Dr. Oetker Professional. Das sei unabhängig von der jeweils zu verpfle-genden Zielgruppe, jedoch räumt der Experte ein, dass die Anforderun-gen an die Produkte in Senio-renheimen und Krankenhäu-sern noch etwas spezieller seien als im Bereich B & I. Sebastian Beckert von Unilever Food Solutions bezeichnet Convenience- Produkte als „must have“ in der Profiküche und nennt als Grund u. a. die Knappheit an qualifiziertem Personal. Convenience-Produkte seien als nützliche Hilfe zu sehen. „Fonds und Bouillons waren lange Zeit aus-schließlich im Einsatz, um günstiger kochen zu können. Der Preis dafür war ein Geschmack, der mit hausgemachten Fonds nicht zu ver-gleichen war“, blickt er zurück. „Doch die Zei-ten haben sich geändert.“ für Profis Jeder Koch kennt sie. Jeder nutzt sie – aus dem Alltag sind sie nicht wegzudenken: Convenience-Produkte. Doch warum lässt der Begriff den einen oder anderen zusammenschrecken? Eine Imagefrage? „Die individuelle Verfeinerung durch den Profi ist immer ein wichtiges Argument.“ Eric Eiser, FrieslandCampina Foodservice 16 GVmanager 6-7 /2016


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