Personalleasing: Bedarfslücken passgenau füllen

GVmanager_04_2014

Fotos: Bedarfslücken passgenau füllen Wie können GV-Manager Zeitarbeit optimal nutzen? Wie finden sie im Dickicht der Dienstleister einen guten Partner? Antworten darauf gibt Andree Westermann, Geschäftsführer von GVO Personal, einem Anbieter von Zeitarbeitskräften für die Hotellerie und Gastronomie, und von Unit Human Resources Consulting: Herr Westermann, warum sind in Zeiten des Fachkräfteman-gels all die Mietköche, Küchen-hilfen und Co. von Per-sonalleasing- Agenturen nicht in festen, häufig besser bezahlten Ar-beitsverhältnissen? Mitarbeiter ent-scheiden sich aus unterschiedlichen Motiven für ein Ar-beitsverhältnis in der Zeitarbeit. Da gibt es zum einen die „Über-zeugungstäter“: Mitar-beiter, die gezielt Zeitar-beit machen, weil sie fle-xibel arbeiten wollen und sich am immer gleichen Arbeitsplatz langweilen würden. Dann haben wir immer wieder Mit-arbeiter, die einfach ein bestimmtes Zeitfenster überbrücken möchten, weil sie noch einen Anschluss-job haben oder saisonal arbei-ten möchten. Und dann haben wir Mitarbeiter, deren Lebens-situation Zeitarbeit erfordert, z. B. eine Mutter mit Kind, die ihre Arbeitskraft nur zu be-stimmten Zeiten zur Verfügung stellen kann. Für Zeitarbeit spricht ferner, dass es im All-gemeinen keine signifikanten Gehaltsunterschiede gibt. Die GVO Personal GmbH arbeitet mit Tarifverträgen, zahlt Ur-laubs- und Weihnachtsgeld. Ein Koch in Zeitarbeit hat an sei-nem Arbeitsplatz die gleichen Rechte, wie ein Kollege des Stammpersonals. Auch werden die meisten Jobs in der GV in- GVO Personal zwischen nicht mehr auf dem klassischen Markt angeboten, sondern nach dem Try-and- Hire-Prinzip zunächst mit Zeit-arbeitskräften besetzt, die spä-ter oft übernommen werden. Viele Industrieunternehmen z. B. übernehmen Zeitarbeitnehmer nach festgelegten Einsatzmo-naten. Wie lange darf ein Zeitarbeit-nehmer in einem Betrieb einge-setzt werden? Gibt es ein zeit-liches Limit? Es gibt derzeit keine gesetz-liche Überlassungshöchstdauer, wie wir sie bis zum 31. Dezem-ber 2002 kannten. Der Begriff „vorübergehend“ in § 1 Abs. 1 AÜG stellt lediglich klar, dass die Überlassung von Arbeitneh-mern nicht auf Dauer angelegt ist. Die regierenden Parteien haben in ihrem Koalitionsver-trag jedoch festgelegt, dass es wieder eine Überlassungs-höchstdauer von 18 Monaten geben soll. Zurzeit ist aber noch kein Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Steigt der Bedarf an Zeitar-beitskräften in der GV? Eng-pässe und Spitzenzeiten sind doch eher in Gastronomie, Ho-tellerie und Catering zu finden? Die GV ist nach wie vor gut planbar. Zeitpersonal wird meist in Krankheits- und Ur-laubsfällen angefragt. Dennoch gibt es auch hier extreme Ver-änderungen, die den Bedarf nach temporär einsetzbarem Personal steigern. Immer mehr Betriebsrestaurants gleichen Pro & Contra Zeitarbeit Vorteile: • Frei disponierbarer und be-liebig einsetzbarer Personal-stamm • Personalnachfrage kann ohne aufwendiges Such- und Auswahlverfahren befriedigt werden • Der Personaleinsatz kann sofort beendet werden (keine Kündigungsvorschriften) • Personalkosten werden zu variablen Kosten • Zeitarbeitnehmer externalisie-ren die Arbeitgeberrisiken Nachteile: • Einarbeitungsaufwand jedes neuen Zeitarbeitnehmers • Arbeitsorganisation muss angepasst werden • Zeitarbeitnehmer haben an-fangs eine geringere Produk-tivität • Zusammengehörigkeitsgefühl kann negativ beeinträchtigt werden • Identität und Bindung zum entleihenden Unternehmen ist bei Zeitarbeitnehmern meis-tens geringer Quelle: „Wertschöpfungsmanagement und Zeitarbeit in der Hotellerie“, Olderog/Westermann


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