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GVmanager_04_2014

Foto: Stefan Kühn Buffet selbst nehmen oder die Kaffeemaschine eigenständig bedienen. „Herausfordern ohne zu überfordern“, erklärt René Nabholz den Anspruch, der von LiSeplus Organisationsberatung und Training sorgfältig in das Sanierungskonzept integriert wurde. Zur Unterstützung stehen stets Mitarbeiter zur Verfügung. Platz für Individualität Die warmen Speisen der beiden Zwei-Gänge-Menü-Linien zum Preis von 3,30 E werden über Ausgabekräfte verteilt. Das Menü 2 ist vegetarisch, an Diätkost und Allergiker wird an der Diät-Ausgabe gedacht. Frische und ausgewählte, hochwertige Zutaten kommen an der neuen Frontcooking-Station zum Einsatz. Das Tagesgericht à 5,80 E wählen 40 bis 50 Gäste, doppelt so viele wie ursprünglich erwartet. Hier gibt es auch die Aktionsgerichte, aktuell z. B. eine Fastensuppe. Große Bildschirme und Schauteller erleichtern die Auswahl. „Wir fotografieren jedes Gericht, um dem Gast ein wahrheitsgemäßes Bild zu geben“, sagt René Nabholz. Bilder spielen generell eine große Rolle. So sind auf der Kaffeemaschine von Franke Coffee Systems alle Kaffeespezialitäten in Bildern dargestellt. „Der Kaffeebereich war eine große Herausforderung. Wir wussten nicht, ob sich auch jeder Gast mit Behinderung daran bedienen kann“, sagt René Nabholz. In Zusammenarbeit mit den WfbM-Mitarbeitern (Werkstatt für behinderte Menschen) wurde die Lösung in mehreren Tests erfolgreich realisiert. Für ein besseres Verständnis sind alle Euro-Beträge in Münzstücken bildlich dargestellt. „Früher wurden die Gäste oft bevormundet“, erinnert sich René Nabholz. Heute steht die Selbstständigkeit im Vordergrund. Ob Tablett oder Speisen selbstständig holen, Wasser aus Sitzmöbel in verschiedenen Höhen schaffen eine angenehme Atmosphäre. dem Spender zapfen oder Tische abräumen – durch die Förderung und das langsame Einlernen klappt heute alles gut. Für sich und zusammen „Für jedes Ding haben wir gemeinsam einen Platz gefunden, haben diskutiert, ob der Suppenschöpfer besser bei den Schüsseln oder neben der Suppe liegt. Außerdem haben wir die Abläufe eigenverantwortlich gestaltet, was die Arbeit für alle vielseitiger macht“, sagt die Betriebsrestaurantleiterin und gelernte Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin Susanne Walser. Trotzdem bleibe ein gewisser „Assistenzfaktor“, da unter den zehn Mitarbeiterinnen zwei mit Behinderung sind. „Während der Sanierung wurde die Verpflegung über ein


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