Betriebsverpflegung - Liebenau Stiftung, Meckenbeuren: Inklusion inklusive

GVmanager_04_2014

Fotos: Casagrandafoto, Stefan Kühn Inklusion inklusive Aus hygienischen und Altersgründen war die Sanierung des Betriebsrestaurants nötig geworden. „Wir wollen ein preiswertes und attraktives Angebot in einer angenehmen Atmosphäre für alle Mitarbeiter und Gäste der Stiftung schaffen“, beschreibt die Vorstandschaft der Stiftung Liebenau die Zielsetzung. „Inklusion soll erfahrbar werden.“ Im Detail ging es um die Gestaltung des Gastraums, die Ausgabetheke und das Speisenangebot. Die Veränderungen sieht man bereits beim Betreten: Anstatt wie bisher mit einer langen Schlange an der Ausgabetheke konfrontiert zu werden, gilt der erste Blick dem großen Gastraum, der aus zwei Räumen zusammengeschlossen wurde. Um den Lärmpegel zu reduzieren, hat der Ausstatter Bihler Möbelkonzepte eine charmante Lösung mit kleinen Tischgruppen, Nischen, Stühlen und Barhockern entwickelt. Die Farbe Grün zieht sich durch die gesamte Einrichtung, von den Stühlen über die schalldämmenden Wandpaneele bis zum Tischschmuck und den Pflanzen. Für eine flexible Mittagspause sorgen die verlängerten Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr, das Mittagessen gibt es von 11.30 bis 13 Uhr. Im Ausgabebereich wurden die Laufwege optimiert: Drei Tablettaufnahmestationen und zwei Kassen sorgen für weniger Staus, zudem besteht die Möglichkeit des „Überholens“ für besonders schnelle Gäste. Durch die Trennung von Warmausgabe auf der einen Seite und Selbstbedienung auf der anderen, kann jeder Gast gezielt sein Wunschessen ansteuern. Die breiten Wege kommen auch Rollstuhlfahrern entgegen. „Wir wollten Alltagssituationen für Menschen mit Behinderungen schaffen“, erklärt René Nabholz und ist besonders stolz auf die Selbstbedienungslösung. Ganz nach dem Motto „Normalität erleben“ darf sich jeder Gast den Salat vom An der Decke Leuchtstoffröhren, Teppichboden unter den Stühlen sowie unzufriedene Gesichter, die in der Schlange stehen – dieses Bild zeichnete sich früher in der „Kantine“ der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren fast täglich ab. Heute, gut ein Jahr später, ist die Atmosphäre eine ganz andere: Die Sonne strahlt durch die große Fensterfront von der Terrasse in den Gastraum, der um 12 Uhr fast voll besetzt ist. „Hier treffen sich Menschen jeder Couleur“, sagt René Nabholz, Vertriebsleiter der Liebenau Service GmbH, und freut sich, dass das neue Betriebsrestaurant so gut angenommen wird. Behinderte und nicht behinderte Menschen, Mitarbeiter und Gäste sitzen beisammen und essen, Kindergartenkinder strömen herein und machen es sich auf kleinen Stühlen bequem. Das Motto „Inklusion soll erfahrbar sein“ zog sich durch den gesamten Sanierungsprozess des Betriebsrestaurants der Liebenau Service GmbH. Zu den Neuerungen zählen u. a. eine Frontcooking-Station, die Selbstbedienungs-Theke und eine neue Spüllösung. Betriebsverpflegung


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