Spülen & Reinigen - Dosiersysteme: Dosieren geht über Probieren

GVmanager_04_2014

Dosieren geht Mehr Hygiene bei geringeren Kosten? Foto: Werner & Mertz Professional Dosiersysteme schonen beim Spülen dank gezielt eingesetzter Reinigungsmittel nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie. Mit individuell angepassten Reinigungskonzepten werden Teller & Co. in der Großküche hygienisch sauber. Ein umfassendes Reinigungsprogramm für die Spülküche gibt es nicht von der Stange“, ist Andrea Heider vom Marketing bei Remsgold Chemie überzeugt. Die Dosierung hängt von Faktoren wie Küchengröße, Speisenangebot, Spülvorgängen pro Tag, Maschinenart, Spültemperatur, Zykluszeiten oder Schmutzarten ab. Basierend auf einer Ortsbegehung und Tests wie Probeläufen, Abklatsch- und mikrobiologischen Untersuchungen erarbeitet Remsgold Chemie z. B. ein passgenaues Reinigungskonzept und installiert die entsprechend eingestellte Dosiertechnik. Die Chemische Fabrik Dr. Weigert hält sogar eine Mappe zur Planung und Konzeption bereit: „Je früher wir bei neuen Projekten an Bord kommen, desto effizienter lassen sich Dosieranlagen und die Steuertechnik abstimmen, z. B. die Distanz der Anlage zur Maschine“, erläutert Frank Stuehlmeyer aus dem Marketing. Wovon ist die individuelle Reinigermenge abhängig, um ein hygienisches und dennoch nachhaltiges Ergebnis beim Spülgut zu erzielen? Als Orientierung dient zunächst der Sinnersche Kreis: Entsprechend müssen die vier Faktoren, die beim Spülprozess mittels des Mediums Wasser zusammenwirken – Chemie, Temperatur, Zeit und Mechanik – optimal abgestimmt sein. „Bei Reduktion eines Faktors muss ein anderer entsprechend erhöht werden, um ein hygienisches Ergebnis zu erlangen“, erklärt Jörg Forderer, Verkaufsleiter Chemie & Wasseraufbereitung bei Winterhalter. Wenn möglich, gilt aber der Leitsatz „weniger ist mehr“. „Als grobe Faustregel kann man bei Pulver von ca. 1,2 bis 1,6 g pro l Wasser und bei Flüssigreiniger von ca. 1,6 bis 5 ml pro l Wasser ausgehen“, erklärt Thomas Schneider von Dr. Becher. Stärkeaufbauten oder starke Kaffee- und Teeverfärbungen am Geschirr erfordern dabei mehr Reinigungschemie. Um das nachträgliche „Einbrennen“ von Stärke- und Eiweißresten beim Vorabräumen zu vermeiden, sollte das Spülgut mit kaltem Wasser von maximal 40°C vorgereinigt werden. Für stark verschmutztes Geschirr empfiehlt Winterhalter zudem einen nicht schäumenden Vorreiniger. „Diese sogenannten Additionalprodukte werden zusätzlich direkt in den Maschinentank gegeben“, erklärt Jörg Forderer von Winterhalter und ergänzt: „In manchen Fällen muss auch die Dosierung erhöht werden, was aber nur ein Fachmann durchführen sollte.“ Anwendungsprobleme Die besten Produkte nützen aber nichts, wenn die Einwirkzeiten nicht eingehalten werden – ein Problem, das Andrea Heider von Remsgold aus der Praxis kennt. Die notwendige Dosierung hängt aber auch von der Wasserhärte ab. „Je härter das Wasser, desto höher muss die Dosierung sein“, erklärt Marion Wilken von Dr. Becher. Bei Wasserhärten bis 7°dH sowie bei Osmoseanlagen empfiehlt sie einen neutralen, bei Härten über 7°dH einen sauren Klarspüler. Franz Felbermeir aus dem Marketing von Dr. Schnell Chemie ergänzt: „Es ist zu prüfen, ob an einer Maschine verschiedene Wasserhärten vorkommen. So kann z. B. die Tankfüllung mit Stadtwasser betrieben werden, das unter Umständen sehr hart ist, die Klarspülung dagegen mit Osmosewasser, um Wasserflecken auf Gläsern zu vermeiden.“ Um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, bieten viele Reinigungsspezialisten Schulungen in puncto Hygiene und Dosiertechnik Dosieranlagen gewährleisten automatisch hygieni-sche Sicherheit und Umweltfreundlichkeit, einzig der Gebindewechsel ist sorgfältig durchzuführen. Spülen & Reinigen


GVmanager_04_2014
To see the actual publication please follow the link above