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GVmanager_04_2014

Muster abzulegen, das ich aus meiner Lehrzeit bei einem sol-chen Hardliner kenne und auch unbewusst übernommen hatte – aber es geht. Leider gibt es bis-her nur wenige Fortbildungsangebote zum Thema Business- Etikette oder Respektvollem Führen. Überall lernt man statt-dessen, wie man eine Nudel im Frontcooking al dente kocht und dabei perfekt grinst. Dabei wäre es wichtiger, den acht- samen und auch interkulturel-len Umgang mit den Mitarbei-tern zu lernen – auch angesichts des Fachkräftemangels. Aber auch angesichts der Globali-sierung der Unternehmen ist es hilfreich, wenn das Küchenper-sonal mit Gästen verschiedener Kulturen umgehen kann. Wie kann mehr interkulturelle Kompetenz den Fachkräfte-mangel entschärfen? Einfachere Jobs in der Küche, z. B. das Spülen oder Putzen, werden oft mit Menschen mit Migrationshintergrund besetzt. In vielen Fällen folgen diese Mitarbeiterinnen und Mitarbei-ter schon ein ganzes Leben lang anderen Sitten als wir und kön-nen sich nicht so schnell umstel-len. Umso wichtiger ist es, sie zu verstehen, um sie auch besser einbinden zu können. Integra-tion bedeutet, dass ein Mitar-beiter sich wohlfühlt und auch gerne im Unternehmen bleibt. Und dass er dann auch leichter mitzieht, wenn einmal Mehr- arbeit anfällt. Da wir kaum noch Küchenkräfte finden, müssen wir lernen, mit diesem Instru-ment zu arbeiten. Plädieren Sie auch dafür, im Ausland gezielt Küchenmitar-beiter zu akquirieren? Da sich meiner Meinung nach in der Gastronomie und Hotellerie zu wenig angesichts des Fach-kräftemangels bewegt, habe ich in der Tat ein ähnliches Projekt mit dem Landrat entwickelt: So könnte die Völkerverständi-gung, z. B. zwischen Partner-städten, auch unseren Dienst-leistungsbereich voranbringen. Warum nicht bei der Vermitt-lung von Fachkräften koope-rieren und dabei ein umfassen-des Paket mit Deutschkurs und Starthilfe bei der Wohnungssu-che schnüren? EU-Gelder dafür gibt es sogar in Millionenhöhe. Viele wollen das jedoch gar nicht probieren. Die Etikette et-was zuzulassen fehlt mir hier – ebenso wie in alteingesessenen Küchenhierarchien. Im Zusam-menhang mit dem Fachkräftemangel ist es auch wichtig, einen Küchenmitarbeiter, der neben oder unter einem steht „er-wachsen“ zu lassen, statt ihn aus Angst um den eigenen Posten klein zu halten. Ich fin-de es schön zu sehen, wie sich jemand dank meiner Unterstüt-zung entwickeln konnte. Das ist genauso schön, also hätte man es selbst erreicht. Es wird Teil von einem, weil man es zuge-lassen hat. Auch ein zweites Thema, das Ihnen sehr am Herzen liegt, hängt indirekt mit dem Arbeits-kräftemangel zusammen: die Arbeitssicherheit. Inwiefern? Da Personal heutzutage knapp bemessen ist, sollten Profi-küchen an einer möglichst ge-ringen Ausfallquote interessiert sein – und dazu kann Arbeitssi-cherheit einen großen Beitrag leisten. Leider wird dem Thema aber viel zu wenig Aufmerk-samkeit geschenkt. Es mangelt an Schulungen und der Sen-sibilisierung der Mitarbeiter. Der Umgang mit dem Messer oder dem Konvektomaten ge-hört z. B. immer mal wieder aufgefrischt und das Tragen von Sicherheitsschuhen in der Großküche kontrolliert. Weitere Beispiele sind ein Spender mit Oropax, wie er in unserer Spül-küche hängt, und ein Safety Board, an dem z. B. zur Statis-tik der Arbeitsunfälle informiert und motiviert wird. Um die Umsetzung derartiger Maßnah-men sollte sich ein Beauftragter kümmern. Abschließend noch eine persönliche Frage: Folgen Sie beim Essengehen stets dem Knigge? Dem Knigge kompromisslos zu folgen, ist mein persönlicher Anspruch. Dennoch bin ich nur ein Mensch und trete auch ab und zu in ein Fettnäpfchen. Herzlichen Dank für das ehr-liche Gespräch! kir Der neue Umsatz-Turbo Über 10 % Umsatzerhöhung durch bonVito! bonVito ist das Kundenbindungssystem für die Zukunft. Die „Drei Schwaben Küche“ nutzt bonVito, um Marketingaktionen steu-ern und auswerten zu können und gezielt Kundenbindung zu betreiben. Dazu setzt sie u. a. bonVito-Kundenkarten, Stempel-hefte und Direktrabatte ein. Ilir Seferi, Geschäftsführer „Drei Schwaben Küche“: „Meine Gäste sind von der bonVito-Kundenkarte genauso be-geistert wie ich. Mit meiner Stempelkampagne (1 Stempel pro 5 € Umsatz) habe ich z. B. den durchschnittlichen Bon-Umsatz um mehr als 10 % gesteigert und viele Zusatzverkäufe ge-macht.“ Das geht auch bei Ihnen! Rufen Sie an und überzeugen Sie sich selbst von den vielen Vorteilen von Vectron-Kassensystemen und bonVito. Tel. 0251 2856-100 www.bonvito.net keine Grundgebühr | wählen Sie das für Sie passende Tarifmodell aus | weitere Module erhältlich: z. B. Coupons oder Kundenkarten mit Bezahlfunktion Über 150.000 Kasseninstallationen in 30 Ländern


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