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GVmanager_01_02_2016

Foto: privat Marketing-Tipp nen Verantwortung geben, sie in Entwicklungen einbinden und sie für gute Arbeit loben. „Mitarbei-ter müssen sich mit dem, was sie tun, identifizieren, dann ziehen sie auch mit“, betont Wolfgang Foerster. Sein Tipp, den Chefs be-herzigen sollten: „Eine Führungs-kraft muss selbst Gastfreundschaft vorleben und sollte nie negativ im Kreis der Mitarbeiter über Gäste reden!“ Cornelia Liederbach Herr Foerster, immer freundlich sein – geht das überhaupt? Im Betriebsrestaurant haben wir es mit drei Gästetypen zu tun. 10 bis 15 % der Gäste sind Men-schen, die man auf Anhieb mag und bei denen es ohnehin leicht fällt, herzlich zu sein. Der größte Teil sind neutrale Kunden, denen man immer noch mit professio-neller Freundlichkeit begegnen kann – der ersten Abstufung zur Herzlichkeit, jener Freundlich- 3 FRAGEN AN... ... Wolfgang Foerster, In-haber des Beratungsunter-nehmens GastroTrain und Leiter des Seminars „Ge-lebte Gastfreundschaft“. keit, die von Herzen kommt. Und dann sind da noch die Stinkstiefel und Nervensägen. Für diesen kleinen Gästeteil bleibt die Höflichkeit als Reak-tion. Für jeden Kundentyp gibt es ein passendes Verhaltens-muster, das jeder lernen kann! Doch zur Hauptstoßzeit bleibt oft keine Zeit für einen netten Plausch mit dem Gast. Was raten Sie in dieser Situation? Wenn 600 Essen ausgegeben werden, bleiben nur ein paar Sekunden pro Gästekontakt. Da kann man natürlich nicht fragen: Wie geht es der Fami-lie? Doch wie oft erlebt man, dass die Ausgabekräfte sich nicht einmal für diese paar Se-kunden auf den Gast vor ihnen konzentrieren, sondern bereits den nächsten Wartenden im Visier haben? Ich habe einmal selbst erlebt, wie ein Koch über vier Köpfe hinweg mit einem Bekannten plauderte und die Gäste vorn nebenbei bediente. Auch wenn es an der Ausgabe-theke schnell gehen muss – für diesen einen Moment sollte jeder Gast Augenkontakt, ein Lächeln und 100%ige Auf-merksamkeit bekommen. Was sagen Sie denen, die glau-ben, sich als Gastgeber nicht anstrengen zu müssen, da die Gäste ohnehin täglich kommen? Sie sollten sich fragen, wie viel Prozent der Belegschaft denn tatsächlich zum Essen kommt. Und auch dieser Anteil kann schrumpfen, wenn auf der an-deren Straßenseite ein neuer Imbiss aufmacht. Servicemit-arbeiter sind die Visitenkarte der Betriebsverpflegung. Wer das Thema Gastfreundschaft vernachlässigt, verhält sich ge-schäftsschädigend. Personal, das schlechte Laune verbreitet, kann den schleichenden Nie-dergang eines Betriebsrestau-rants bedeuten. Herzlichen Dank für das Gespräch! Cornelia Liederbach APPsolut komfortabel! Foto: © jesussanz – Fotolia.com Holen Sie sich jetzt Ihr GVmanager e-Paper im Online-Zeitungskiosk: e-Paper jetzt für Mac, PC, Smartphones und Tablets! Sie sind fit im Job? Sie wollen permanent über Ihren Markt informiert sein, egal wo Sie gerade sind? Dann holen Sie sich unser Fachmagazin GVmanager zum Sonderpreis auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer. Schnell und unkompliziert downloaden, als Einzel-, Halbjahres- oder Jahres e-Paper: Mac: iTunes Zeitungskiosk (App Store) GVmanager PC: pressekatalog.de GVmanager Android: Google Play Store GVmanager epaper B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG, Ridlerstr. 37, D-80339 München Tel. (089) 370 60-0, Fax (089) 370 60-111, muc@blmedien.de, www.gastroinfoportal.de


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