Management

GVmanager_01_02_2016

Illustration: Lopez Ruiz        Einmal lächeln bitte! Muffeliges Personal verdirbt vielen Gästen den Appetit und ist ein echter Umsatzkiller. Es lebe die Gastfreundschaft im Betriebsrestaurant! Marketing-Tipp Wie wichtig Freundlichkeit als Erfolgs-faktor eines Betriebsrestaurants ist, wird häufig unterschätzt. Oft dreht sich alles um die Speisenqualität, doch die wird vom Gast als Basis vorausgesetzt. Damit Gäste sich wirklich wohlfühlen, braucht es nicht nur ein leckeres Essen, sondern auch eine Kultur der Gastfreundschaft. Doch gerade die fehlende Freundlichkeit des Perso-nals wird von Gästen häufig beklagt. Gastfreundschaft Visitenkarte proaktiv Kommunikation wohlfühlen Was läuft schief? „Unfreundlichkeit stellt sich meist dann ein, wenn es auf der Arbeit zu Stresssituationen kommt“, sagt Wolfgang Foerster, Inhaber von GastroTrain in Bad Soden, und ergänzt: „Dann entlädt sich der Frust.“ Der Gastronomieberater gibt Seminare zu „Ge-lebter Gastfreundschaft“ und weiß: Oft sind es Missverständnisse, die einer gastfreundschaft-lichen Atmosphäre im Wege stehen. Typische Situation: Das Küchenteam schickt Speiseplä-ne durchs Intranet und fertigt Musterteller. Die Mühe scheint vergebens, denn später an der Ausgabe fragt dennoch ein Gast nach dem anderen: Was gibt es heute zu essen? Die Ser-vicekraft kann ihren aufkommenden Ärger nur schwer verbergen. Und der Gast? Der spürt die negativen Schwingungen und ärgert sich ebenfalls: Immer diese schlecht gelaunten Kantinenmitarbeiter, die das Essen so lieblos auf den Teller klatschen! „Ich versuche meinen Seminarteilnehmern immer klar zu machen, dass sich die Tischgäste in einer Stresssitua- tion befinden“, kommentiert Wolfgang Foers-ter das Beispiel. „Sie müssen in eine halbe Stun-de Pause alles hineinpacken: frische Luft schnappen, sich mit Kollegen treffen, ihre Mahlzeit essen und vielleicht noch eine Zigarette rau-chen. Da bleibt nicht viel Zeit, sich mit dem Musterteller zu beschäftigen.“ Seine Erfahrung: Wenn die Servicekräfte verstanden haben, dass es gar nicht um eine Missachtung 52 GVmanager 1-2 /2016


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