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GVmanager_01_02_2016

Fotos: zu Klassikern geht, die allerdings „zeitgemäß verarbeitet werden, z. B. mit orientalisch-asiatischen Gewürzen“, erzählt Christoph Reingen aus seinem Alltag und ergänzt: „Zitronengras, Ingwer, Koriander, Limonenblätter, Ko-kosmilch, Curry, Zimt und Soja sind wichtige Geschmacksrich-tungen, mit denen wir die Sup-pen multikulturell verfeinern.“ Auch Marc Klaiber von Mega verweist darauf, dass exotischere Varianten aus der asiatischen und mediterranen Küche in Mensen und Betriebsrestaurants gefragt sind. „Nicht zuletzt aufgrund des dort vorzufindenden (geringeren) Altersdurchschnitts der Gäste und der Vielzahl an unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben“, begrün-det er. Heiß aufgetischt Wie kommen die Suppen in GV-Betrieben aber tatsächlich an den Gast? „Bei uns kommt sie als Vorsuppe auf den Tisch“, erzählt Cornelia Feist. „Wenn es Suppe als Hauptgericht geben soll, dann muss sie schon wie ein Eintopf beschaffen sein, sonst sind un-sere Bewohner nicht zufrieden“, ergänzt sie. Angeboten werden Vorsuppen in dem Seniorenheim fünfmal in der Woche, zweimal die Woche ste-hen Eintöpfe auf dem Speise-plan – an diesen Tagen wird auf die Vorsuppe verzichtet. Die Henkel-Gastro-nomie bringt hingegen wöchentlich eine traditionelle Suppe auf die Speisekarte. Be-liebte Klassiker sind Erbsen-, Kar-toffel- und Linsensuppe. „Wir kochen die Suppen immer in ei-ner vegetarischen und fleischhal-tigen Variante“, erklärt Christoph Reingen. Darüber hinaus steht in den Herbst- und Wintermonaten jede Woche eine Tasse Suppe als Vorspeise für die Mitarbeiter von Henkel zur Auswahl. „Auch hier gilt unser Grundsatz ,frisch, sai-sonal, regional‘.“ Dass eine Suppe heute aber nicht immer nur aus dem Topf oder Kessel kommt, ist laut dem Unternehmen Soupster eine neue Entwicklung: hier kommen bis zu sieben Suppen auf Knopfdruck aus dem Automaten. „In der Gemeinschaftsverpfle-gung kämpfen gerade heute viele Unternehmen mit der Wirtschaft-lichkeit. Wenn die Suppe erstmal gekocht ist, so möchte der An-bieter diese auch verkaufen. Ist dies nicht möglich, so entstehen Verluste“, verdeutlicht der Mar-ketingleiter René Freier. „Genau dies war einer der Ansatzpunk-te von Soupster, Suppen immer verfügbar zu machen, ohne diese vorzukochen oder warmzuhal-ten.“ Vor allem in Kliniken habe das Unternehmen bereits gute Erfahrungen gemacht, wohinge-gen es in einem klassischen Be-triebscasino bei einer manuell gekochten Suppe bleiben wird – so die Einschätzung. „In den Kliniken sind Patienten, aber auch Mitar-beiter sehr dank-bar, eine leckere Abwechslung als schnelle warme Zwischenmahlzeit zu bekommen. Selbst in Vorräumen von OP-Sälen kommen die Sup- Fotos: Wela-Trognitz, Mega „Trotz verein-fachter Technik, z. B. durch den boomenden Ther-momix, stehen Suppen in Zeiten von steigenden Single-Haushal-ten privat nicht allzu oft auf dem Speiseplan.“ Christoph Reingen was u. a. an den Jahreszeiten liegen kann. So sieht Christoph Reingen z. B. eine verstärkte Nachfrage in der kalten Jahres- zeit: „Als Hauptessen geben wir bis zu 2.000 Suppen und Terri-nen aus.“ Im Caritas-Altenzen-trum Elisabeth-von-Thüringen- Haus liegt es dagegen daran, dass täglich zwei Menüs ange-boten werden: Die Bewohner haben neben dem angebotenen Eintopf auch die Möglichkeit, ein Menü aus Fleisch, Gemüse, Stärkebeilage und Sauce, zu be-stellen. Je nach Angebot fällt die Wahl deshalb jedes Mal anders aus. Wer Suppen liebt, greift aber mit Sicherheit regelmäßig zum Suppenlöffel. sar penautomaten zum Einsatz, denn Ärzte haben oft nicht viel Zeit“, erklärt René Freier. Nachfrage variiert Wird die Suppe als Hauptgericht angeboten, achtet das Küchen-team der Henkel-Betriebsgas-tronomie darauf, dass die Suppe im Hinblick auf Menge und den Anteil der Einlage ein gutes Preis- Leistungs-Verhältnis aufweist. „Zudem muss sie modern zu-bereitet sein“, betont Christoph Reingen. Auch die Abwechslung ist wichtig – z. B. durch die Ver-wendung von Pastinake, Süßkar-toffel oder Pak Choi. Dennoch kann die Nachfrage nach Suppen sehr verschieden sein, Suppe


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