Egmont Merté, Gastronomieleiter,Allianz München: Der Trendsetter

GVmanager_01_02_2016

GV-Manager des Jahres 2015 Foto: Quente Ein strahlendes Lächeln, ein kurzer aber herzlicher Händedruck und sogar ein paar Sätze Französisch – wenn Egmont Merté sein Büro verlässt, begegnet er jedem Kollegen mit einer freundlichen Geste. Dass der Umgang mit Menschen für ihn zum Be-ruf gehört, merkt man ihm an. Doch seinen Job sieht der Leiter der Betriebsgastronomie der Allianz-Hauptverwaltung in München nicht als Alltag an. Vielmehr ist der Beruf für den 44-Jährigen eine Berufung, in deren Mit-telpunkt Teamgeist steht. Deshalb lautet sein berufliches Motto: „Erfolg hat viele frohe Ge-sichter und nicht ein einzelnes.“ Das spüren auch seine Mitarbeiter – sie haben Egmont Merté kurzerhand als GV-Manager des Jahres 2015 vorgeschlagen. Im Rahmen der Nominierung sprachen sie von ihrem Chef und Kollegen als „hervorragende Führungskraft“, die stets ein offenes Ohr hat und sich für seine Mitarbeiter einsetzt. Aber auch als Mann der innovativen Ideen nehmen seine Kollegen und Vorgesetzten ihn wahr. Raum für frische Ideen Ein Blick in die Vergangenheit bestätigt die-sen Eindruck: „Wir waren einer der ersten Be- triebe, die eine Barista-Bar in der GV umgesetzt haben“, sagt Egmont Merté, der seit 1999 bei den Allianz-Betrieben arbeitet. Bereits 2011 setzten er und sein Team das Thema Allergen-management auf die Agenda und erhoben es so zum Imageträger, anstatt es als Prob-lemkind zu verteufeln. Auch das Thema Am-biente ist dem GV-Manager wichtig. Deshalb eröffnete im Jahr 2014 die einladende „Gar-den Lounge“. Seit Januar 2016 locken zudem frisches Obst und süßes Gebäck ins neue Frühstücksbistro, das den Gästen von 8 bis 18 Uhr offen steht. Ambiente und großzügige Öffnungszeiten gehören für Egmont Merté zu den wichtigen Trends in der Betriebsgastronomie, die einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Er er-klärt, warum: „Spezialisten bekommt man nicht unbedingt, weil man ihnen mehr Geld bietet. Für viele Bewerber ist unser gastrono-misches Angebot ein Kriterium, sich für die Allianz zu entscheiden. Das tragen sie auch persönlich an mich heran.“ Er sieht darin einen echten Gewinn für das Unternehmen und die Betriebsgastronomie. Das Ansehen, das die Betriebsgastronomie heute bei der Allianz genießt, lebt immer auch etwas von Überzeugungsarbeit. „Ältere Gäste fragen, ob all unsere Angebote nur der Belustigung die-nen sollen, aber wir meinen, die Gäste sollen im Betriebsrestaurant einen Platz nicht nur zum Essen, sondern auch zum Kommunizieren finden“, da ist sich der Leiter sicher. Doch mit den Innovationen und dem gestie-genen Ansehen der Betriebsgastronomie ist Egmont Mertés Arbeit noch längst nicht getan. Auch nach knapp 17 Jahren Gemeinschaftsver-pflegung bleiben seine Ziele ambitioniert: „Wir wollen künftig noch weiter daran arbeiten, das Ambiente zu verbessern. Auch das Thema Di-gitalisierung wird bei uns und im ganzen Un-ternehmen immer wichtiger“, lautet sein Blick in die Zukunft. „Wir wollen immer mehr vom Papier weggehen, hin zum Tablet. Das Smart-phone ist zwar keine Neuerfindung, aber wir wollen es stärker auf die Informationsschiene ziehen.“ Trotzdem werde die klassische Speise- karte nicht aussterben: „Man muss auch im-mer den Rahmen betrachten. Bei einer Ver-anstaltung mit bayerischem Motto wirkt ein Tablet z. B. fehl am Platz“, sagt Egmont Merté. Die Mischung macht’s Kraft für die Umsetzung solcher Vorhaben schöpft der GV-Manager aus dem Rückhalt, den sein Unternehmen ihm entgegenbringt: „Mein Chef unterstützt mich unglaublich und das Unternehmen hat immer ein offenes Ohr für neue Ideen. Es motiviert sehr, dass man vie-les machen darf und gefördert wird“, freut er sich. Doch vor allem weiß er den Zusammen-halt seiner Kollegen zu schätzen: „Mein gan-zes Team motiviert mich und man merkt, dass alle an einem Strang ziehen“, sagt er. Und das, obwohl sich sein Team durch große Diversität auszeichnet, auf die Egmont Merté viel Wert legt: „Es ist gut, wenn man viele unterschied-liche Mitarbeiter mischt. Das fördert gegensei-tiges Verständnis und Kreativität“, erklärt er. Sprachbarrieren seien dabei kein Problem: „Selbst bei einem Mitarbeiter, der anfangs nur wenige Worte Deutsch sprach und an der Tätigkeit Interesse zeigte, sah das schon nach wenigen Wochen ganz anders aus“, sagt der Leiter der Betriebsgastronomie stolz. Sein Ge-heimnis im Umgang mit den Mitarbeitern? Das offene Ohr, das sein Team so an ihm Der Trendsetter Routine ist in Egmont Mertés Augen der Tod der Kreativität. Deshalb bleibt der Gastronomieleiter der Allianz München mit Herzblut am Puls der Zeit.


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